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Terrassenplatten auf Rasen verlegen

Gartenwege, Trittplatten und Flächen einfach verlegen

Trendy und einfach zu machen: Terrassenplatten mit breiter Grasfuge. Bild: www.egligartenbau.com

Eine schöne Rasenfläche braucht einen voll gepflasterten Gartenweg? Nicht unbedingt! Wer seine Grünfläche liebt oder eine alternative Verlegemethode für seine Terrassenfläche oder Trittplatten sucht, kann sich für eine Verlegung auf Rasen entscheiden. Vorteile, Möglichkeiten und praktische Tipps dazu lesen Sie hier.

Eine einfache, kostengünstige und vielseitige Methode

Eine Terrasse im grünen Kleid oder eine etwas andere Art, Gartenwege zu gestalten: Die Verlegung auf Rasen ist einfach und kostengünstig, denn es fällt kaum zusätzliches Verlegemsterial an.
Voraussetzung: Sie mögen markante Grasfugen. Für Gartenwege, einzelne Trittplatten oder die Verlegung von Flächen ist das Verlegen auf Rasen aktuell angesagt. Und unterschiedlichste Materialien können damit verlegt werden. Neben Betonplatten und echtem Naturstein können auch keramische Fliesen aus Feinsteinzeug und mehr als Terrasse und Weg verwendet werden.

So geht’s: Verlegung auf Rasen

Soll es gleich eine ganze Terrasse oder eher ein Weg sein? Die Flächengröße bestimmt den Arbeitsaufwand. Hier stellen wir beides vor:

1. Trittstufen verlegen
Schritt für Schritt zum Gartenweg mit Trittstufen! So klappt die Verlegung:

Kundenfoto: Sandstein-Platten Yellow Mint, verlegt als Terrasse und im Garten als TrittsteineDie Sandstein-Platten machen nicht nur als Terrassensteine, sondern auch als Trittsteine eine gute Figur
  1. Legen Sie die Platten dort aus, wo der Weg verlaufen soll. Orientieren Sie sich an einer für Sie bequemen Schrittlänge.
    Tipp
    : Damit es besonders gleichmäßig wird: Messen Sie die Abstände zwischen den Trittplatten (immer von der Mitte der Platte ausgehend) und errechnen Sie einen Durchschnittswert. Richten Sie nach diesem die Platten aus.
  2. Markieren Sie mit einem Spaten die Plattenumrisse und heben Sie ein Loch von ein paar Zentimetern aus, damit die Platte auf einer Höhe mit der Rasenfläche liegt und später nicht übersteht.
  3. Verdichten Sie (z.B. mit einem Handstampfer) den ausgehobenen Erdboden. So können die Platten später nicht in den Grund einsacken.
  4. Füllen Sie für einen Unterbau das Loch mit einer ca. 5 cm starken Schicht aus Füll- oder Bausand auf.
    Alternative
    : Mit einem Wurzelvlies (auch: Wurzelfolie) sorgt man dafür, dass unter den Platten so schnell kein Gras mehr wächst. Statt Sand kann eine Schotterschicht aufgebracht und verdichtet werden. Dieser Unterbau sorgt für eine gute Wasserableitung unterhalb der Platten oder Fliesen und erschwert es Ameisen und Kleintieren, sich dort anzusiedeln.
  5. Legen Sie nun die Platten ein und prüfen Sie mit einer Wasserwaage ob diese ebenerdig liegen. Ist das nicht der Fall: Herausnehmen und den Untergrund mit Füllmaterial (Sand oder Kies) aufpolstern.
  6. Klopfen Sie anschließend die Platten mit einem weißen Gummihammer (weiß wegen möglicher Farbspuren) fest.
  7. Jetzt den Spalt zwischen Trittplatte und Rasen wieder mit Erde auffüllen und andrücken.
  8. Für ein optisch schöneres Bild: Säen Sie am Übergang zwischen Rasen und Platten wieder Rasensamen an. Damit der Samen zügig keimt, diesen Bereich die ersten ein, zwei Wochen feucht halten.

2. Eine Terrasse mit Grasfuge
Darf’s ein bisschen mehr grüner Rasen im Outdoor-Wohnzimmer sein? Der Trend geht aktuell für den eigenen Außenbereich zur Terrasse mit einer dekorativen Grasfuge oder einem größeren, grünen Zwischenraum.
Bei einer kleineren Terrassenfläche bietet es sich an, wie bei Trittstufen vorzugehen, um ein schönes Ergebnis zu erzielen.

Terrassenplatten aus Naturstein, Feinsteinzeug oder einem anderen Material auf der Fläche auslegen: Für möglichst exakte Abstände und harmonische Grasfugen zwischen den Platten lohnt es sich, zuvor einen Verlegeplan anzufertigen. In diesen tragen Sie alle Daten ein wie z.B. Plattengröße und Fugenbreite.

Folgen Sie den Schritten 2 bis 8 von „Trittstufen verlegen“.

Vorteile dieser Verlegevariante:

  • schnell
  • kostengünstig
  • moderne, natürliche Optik

Und was sind die Nachteile?

Gerade bei hohen Temperaturen im Sommer erhitzt sich die Grasfuge schnell zwischen den Platten. Das Gras wird so schnell gelb und unansehnlich.

Andreas Matte, Gebietsverkaufsleiter von Sopro-Bauchemie

Alternative: Verlegung im Splittbett

Ebenfalls günstig und einfach im Anlegen ist die am häufigsten gewählte Verlegemethode für den Außenbereich: die lose Verlegung im Splittbett. Hier ein paar grundlegende Tipps und Schritte dazu:

1. Direkt auf's Gras? Eher nicht

Es ist nicht empfehlenswert, Terrassenplatten direkt auf Rasen oder Gras zu legen. Durch Gewicht, Belastung und Regen sacken die Platten schnell ein, sodass man sie wieder herausgraben und neu ausrichten muss.

Besser: Einen Unterbau mit Splitt (bei Naturstein sollte dies Edelsplitt sein, um möglichen Verfärbungen vorzubeugen) und Schotter oder Kies anlegen. Dies wirkt auch als Drainage. Vergessen Sie für eine optimale Wasserableitung nicht, 2-3 % Gefälle der Fläche zu berücksichtigen.

2. Splittbett anlegen
Jetzt Führungsschienen oder Abziehschienen setzen und für einen geraden Fugenverlauf eine Maurerschnur spannen. Splitt aufschütten und entlang der Führungsschiene mit Wasserwaage oder Richtlatte abziehen. Das Splittbett sollte 30 – 50 mm stark sein (plus Gefälle).

3. Terrassenplatten einlegen und festklopfen
Je nach Verlegeart und Verlegemuster (z.B. den sehr unregelmäßigen Polygonalplatten) beginnen Sie mit der Verlegung in der Mitte der Fläche oder vom Haus aus. Platten in das Verlegebett einlegen und mit einem weißen Gummihammer festklopfen. Fugenkreuze oder Abstandskeile sorgen für gleichmäßige Abstände und eine Fugenbreite Ihrer Wahl.

4. Fugengestaltung
Für eine Grasfuge können Sie mit Sand verfugen und später Rasensamen ansäen. Klassisch werden die Fugen aber bei dieser Verlegung mit Quarzsand oder Ziersplitt verfüllt.

Travertin Medium-Platten als Gehweg im GartenGehwegplatten machen auch auf Schotter und Schlitt verlegt eine Topfigur

Gartentipps: Randsteine und Co. als Einfassung

Eine Terrasseneinfassung gibt gerade einer verlegten Fläche besseren Halt und verhindert das Absacken und Wegrutschen von Einzelplatten. Hier haben Sie mehrere Möglichkeiten:
Manche Händler bieten zum Boden passende Kanten- oder Randsteine an, die dann für einen Abschluss „wie aus einem Guss“ sorgen. Wer bewusst einen Eyecatcher möchte, kann sich hier auch für eine andere Steinsorte oder ein anderes Material als Kontrast entscheiden. Weiter können im Rasen „unsichtbare“ Metallschienen gesetzt werden. Unterschiedliche Anbieter (z.B. Schlüter Systems) bieten hier passende Systemlösungen an.

Weitere Verlegemöglichkeiten outdoor

Eine Verlegung auf Rasen sagt Ihnen weniger zu?  Es gibt auch noch andere Verlegevarianten für Platten aus Naturstein und Co.:

Alternativ zu einer Schottertragschicht kann mit Einkornmörtel fest verlegt werden. Sie haben einen festen Untergrund, wie z.B. eine Betonplatten?
Hier erfahren Sie, wie die Verlegung auf Beton mit einer Drainagematte funktioniert!
Gewicht und Aufbauhöhe spielen häufig für Dach oder Balkon eine Rolle: Hier lesen, wie eine Verlegung mit Stelzlager zu machen ist!

Fachliche Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Verlegers.

[Titelfoto: © www.egligartenbau.com]

Geschrieben von:

Myriam Schmöe

Myriam Schmöe ist Online-Redakteurin bei jonastone. Sie ist auf Wohnmessen unterwegs und präsentiert regelmäßig die aktuellen Trends aus dem Wohnbereich. In den sozialen Netzwerken bietet sie unseren Kunden eine Plattform für den Austausch mit jonastone und anderen Naturstein-Liebhabern.

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