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    Schiefer reinigen

    Fliesen und Terrassenplatten aus Schiefer pflegen

    Sein faszinierendes Muster und seine satte Farbgebung machen Schiefer zum absoluten Trend-Stein. Gerade in großzügigen Wohnräumen oder auf großen Terrassen verlegt, sind die zumeist dunklen Fliesen und Platten ein absoluter Hingucker und strahlen modernen Charme und eleganten Luxus aus. Gleichzeitig ist der Schiefer ein großartiger Bodenbelag, da er durch seine gespaltene Oberfläche Rutschsicherheit garantiert. Umso ärgerlicher, wenn hartnäckige Flecken entstehen oder der Schiefer Kratzer bekommt. Wir geben Ihnen Tipps zum Reinigen und Pflegen von Schiefer und Empfehlungen an die Hand, was bei Schäden zu tun ist, damit Ihr Boden wieder wie neu aussieht.

    Kurz & knapp erklärt: Schiefer reinigen

    1. Idealer Schutz: Schiefer imprägnieren
    2. Alltagspflege: Abkehren, saugen oder wischen
    3. Milde Reinigungsmittel verwenden
    4. Bei hartnäckigen Flecken: Spezialreiniger einsetzen
    5. Frostschäden vorbeugen: Terrasse fachgerecht verlegen

    Vorausdenken und imprägnieren, um Schiefer zu schützen

    Denken Sie schon bei der Verlegung an den Schutz Ihres Schieferbodens. Unser jonastone-Kundenberater Adalbert Lange empfiehlt Schiefer zu imprägnieren: „Moderne Imprägniermittel auf Nano-Basis legen sich wie ein unsichtbarer Schleier auf den Naturstein und reduzieren so die Gefahr der Fleckenbildung. Beim imprägnierten Schiefer ziehen Flüssigkeiten, wie Rotwein, Öl oder Saft weniger schnell in den Stein ein und können einfach mit einem Tuch aufgenommen und abgewischt werden. Von Mitteln, die Silikon oder Kunstharz enthalten, ist generell abzuraten. Sie hinterlassen einen Film auf den Schieferfliesen, der mit der Zeit stumpf und blass wird.“

    Imprägniermittel wird mit einer Rolle auf den verlegten Stein aufgetragen
    Das Imprägniermittel mithilfe einer Walze auftragen

    Die Alltags-Pflege

    Im Alltag benötigen Sie keine besondere Pflegeanleitungen oder Steinpflegemittel, denn einen Schieferboden reinigen Sie im Grunde wie andere Fußböden auch: einfach abkehren, saugen oder abwischen. Bei der Wahl der Reinigungsmittel gilt für Schieferfliesen das Gleiche wie für alle anderen Natursteine auch: Ein klassischer, milder Seifenreiniger ist das Mittel der Wahl. Achten Sie bei anderen Reinigungsmitteln darauf, dass sie tensid- und säurefrei sind (ph-neutral). Sie können natürlich auch spezielle Natursteinreiniger für die Steinpflege nutzen. Diese sind am optimalsten auf die Reinigung und Pflege von Schiefer und anderen Natursteinen abgestimmt. 

    Tipp: Hände weg von Reinigern, deren PH-Wert über 10,5 liegt, von Schimmelentferner oder stark lösemittelhaltige Produkten. Die Folge davon sind unschön ausgebleichte Stellen an der Schiefer-Oberfläche.

    Kundenfoto: Schiefer-Fliesen Mustang, verlegt im Badezimmer
    Unkomplizierte Reinigung: Schieferfliesen im Bad mit einem milden Seifenreiniger wischen
    Ausrufezeichen in grauer Box vor weißem Hintergrund

    Praxistipp: „Kann ich meinen Schieferboden einfach absaugen?“

    Kunden fragen uns immer wieder, ob der Boden durch kantiges Plastik und starre Rollen nicht verkratzt. Wir empfehlen für das Saugen die Teppichbürste zu verwenden. So geht das Reinigen auch schneller und geschmeidiger von der Hand. Keine Angst, wenn es doch mal zu minimalen Spuren und Abschieferung kommt. Diese verschwinden durch Laufen und Leben auf dem Stein und gehen nach kürzester Zeit harmonisch im Gesamtbild auf.

    Boden pflegen und verschönern

    Der Schieferboden sieht toll aus, aber Sie möchten ihm noch den letzten Schliff verleihen und zu einem intensiven Glanz und einer tieferen Farbe verhelfen? Dafür eignen sich Farbvertiefer oder spezielle Schieferöle, die mehr können als nur pflegen. Gerade beim Buntschiefer Peacock treten nach der Pflege durch Farbvertiefer die lebhaften Farben noch stärker hervor. Mit Schieferöl, das hochwertige Wachse und Harze in gelöster Form enthält, können Sie ein ähnliches Ergebnis erzielen. Es entsteht ein leichter Glanz, der durch eine Politur noch verstärkt werden kann. Einmal aufgetragen pflegt und schützt es durch seine wasserabweisende Wirkung auch gegen Flecken, wie ein Imprägniermittel. Schieferöl kann auch zum Reinigen von Flecken eingesetzt werden. Pflege mit Plus: Durch die Steinsanierung mit Schieferöl werden die vorhandenen Flecken gut abgedeckt.

    Schiefer-Fliesen Peacock Multi Color seitliche Nahaufnahme
    Durch die Behandlung mit Farbvertiefer wirken die Farben intensiver. Zugleich hat das Mittel pflegende und schützende Wirkung.

    Flecken? Kratzer? Wir haben die Lösung!

    Hartnäckige Flecken I, Kalkablagerungen

    Sie haben schon alles versucht, um Ihren Boden zu reinigen, aber die gängigen Reinigungsmittel helfen nicht? Flecken, die auf Kalkablagerungen zurück zu führen sind, lassen sich leider nicht so einfach entfernen. Kalkablagerungen können entstehen, wenn Schiefer im Bad, z.B. als Duschrückwand verlegt ist und das Wasser in Ihrer Region sehr kalkhaltig ist (eine Imprägnierung schützt auch hier den Naturstein). Im Außenbereich kann stehendes Wasser, das nicht gut abfließen kann, zu Kalkrändern führen. Beim Reinigen der Verkalkung kommt es auf den Schiefer selbst und die Zusammensetzung des Gesteins an. Reinigen Sie die Stellen mit einem ungeeigneten Reinigungsmittel kann der Schiefer unschön ausbleichen. Fragen Sie dazu am Besten Ihren Naturstein-Händler bei dem Sie die Schieferfliesen gekauft haben. jonastone empfiehlt Produkte der Marke Lithofin. Bei Kalkablagerungen verwenden Sie den Lithofin MN Zementschleier- und Rostentferner. Testen Sie den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle und überprüfen die Wirkung. Für die Anwendung die Packungsangaben beachten!

    High Tech Impraegnierung Teaser Fleckstop w
    Mit einer Imprägnierung vorbeugen, sodass Flecken gar nicht erst entstehen

    Hartnäckige Flecken II, Zementschleier

    Wenn bei der Verlegung nicht sauber gearbeitet wird, kann ein leichter grauer Schleier auf den Platten zurückbleiben. Dieser lässt den Schiefer stumpf und grau wirken. Hier gilt die Devise: Besser verhindern, als später mühsam reinigen zu müssen. Bei der Verlegung sollte sauber und fachlich korrekt gearbeitet werden. Wenn das Fugenmaterial angetrocknet ist, sollte es zeitnah und gründlich abgewaschen werden.
    Falls dennoch ein unschöner grauer Schleier auf dem Schiefer entstanden ist, so können Sie im ersten Schritt Ihre Fliesen und Platten mit dem Grundreiniger behandeln. Sollte das nicht helfen, reinigen Sie den Boden mit einem Zementschleierentferner. Nutzen Sie das technische Merkblatt des Mittels, um herauszufinden ob sich der Zementschleierentferner für Ihren Boden eignet und wie er verwendet wird. Bei Naturstein wird der Boden bestenfalls nur mit einer verdünnten Dosis des Entferners gereinigt, um Beschädigungen an der Oberfläche zu verhindern.

    Hand entfernt überschüssiges Imprägniermittel mit einem Tuch
    Zementschleier entstehen nur dann, wenn bei der Verlegung nicht sauber gearbeitet wird

    Hartnäckige Flecken III, Ausblühungen

    Auch hier ist oftmals eine falsche oder nicht fachgerechte Verlegung die Ursache. Wird im Außenbereich ungeeigneter Splitt als Bettungsmaterial verwendet, so können Mineralien im Splitt durch Wasser gelöst werden und durch den Kapillareffekt an die Oberfläche des Steins gelangen. Sie treten als Flecken auf den Platten in Erscheinung. Sind dies z.B. eisenhaltige Teilchen, so werden sie als rötlich braune Ausblühungen sichtbar, auch „Rostflecken“ genannt.
    Die Reinigung dieser Flecken ist äußerst schwierig. Versuchen Sie auch hier die Schieferplatten zuerst mit einem Grundreiniger zu reinigen und erst im zweiten Schritt die Flecken mit Hilfe eines verdünnten Zementschleierentferners zu entfernen. Eine 100%-ige Garantie, dass die Flecken komplett entfernt werden können, gibt es jedoch nicht. Beugen Sie besser vor und nutzen Sie für Naturstein geeignetes Bettungsmaterial und Fugenmörtel.

    Dachterrasse mit Schieferplatten Black Rustic
    Beim Schiefer Black Rustic sind seltene kleinere rostrote Einschlüsse kein Makel, sondern steintypisch

    Kleine Kratzer im Schiefer? Kein Grund zur Sorge!

    Sollten Sie kleinere Kratzer in Ihrem Schiefer entdecken, ist das kein Grund zur Sorge, denn mit der Zeit läuft sich der Boden sozusagen ein. Nach kurzer Zeit sind eventuelle, kleine Kratzer kaum bis gar nicht mehr sichtbar. „Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Einlaufen von Lederschuhen“, erklärt Natursteinberater Adalbert Lange. „Nach wenigen Schritten entstehen die ersten Fältchen im Obermaterial, die vom Träger noch mit Sorge beobachtet werden. Sind sie allerdings eingetragen und haben sich an den Fuß des Trägers angepasst, fallen sie schon erheblich weniger auf".

    Abplatzungen? Der Stein lebt!

    Die markante Besonderheit von Schieferfliesen sind ihre sogenannten Schieferungen. Die namensgebenden und faszinierenden Merkmale machen jede einzelne Fliese unverwechselbar und einzigartig. Denn genau diese natürlichen Schieferungen sind es, die den Fliesen ihre bezaubernden Muster und ihre bezeichnende Oberflächenstruktur verleihen. Es kann allerdings auch hin und wieder vorkommen, dass kleine Schiefer-Teilchen abplatzen. In aller Regel handelt es sich dabei um sehr kleine Teile einer Schieferung, die maximal Fingernagelgröße haben. Es ist wichtig zu wissen, dass das zu den naturgegebenen Eigenschaften dieses spaltbaren Materials gehört, welche ihm erst seinen Charme und seine besondere Note verleiht. Denn im Gegensatz zu Feinsteinzeug-Fliesen, bei denen nur ein oberflächliches Dekor angebracht wurde, sind Natursteinfliesen massiv und bestehen durch und durch aus Stein, so dass es niemandem auffällt, wenn sich mal ein Teil einer Schieferung ablöst.

    Schiefer-Fliesen Grey Slate seitliche Aufnahme
    Schieferungen sind auch das Markenzeichen des Schiefer Grey Slate. Abplatzungen kleinster Teilchen sind normal, denn der Stein "lebt"

    Vermoosung von Schieferplatten bekämpfen

    Haben Sie Schieferplatten auf der Terrasse verlegt, so zeigt sich der Boden an schattigen und feuchten Stellen anfällig für Moose. Wo normalerweise ein Wasserschlauch zum Reinigen der Platten genügt, kann dieser gegen eine Vermoosung nichts ausrichten. Mit einem Hochdruckreiniger können Sie in diesem Fall eher Erfolge erzielen. Setzen Sie dabei den Hochdruckreiniger nur mit größerem Abstand und geringem Druck ein. Ein Naturstein-geeigneter Außenreiniger oder Grünbelagsentferner kann ebenfalls zum Reinigen genutzt werden.

    Frostschäden vermeiden

    Frostschäden entstehen durch nicht fachgerechte Verlegung der Terrassenplatten. Wenn Sie bei der Verlegung von Schiefer beachten, dass sich keine Staunässe auf und unter den Platten bilden kann und ein Gefälle der Fläche für den Abfluss von Regenwasser sorgt, so haben Sie schon entscheidend dazu beigetragen, dass Ihre Terrasse frostsicher ist und den Winter gut übersteht. Der ausgewählte Schiefer sollte sich zudem für die Verlegung im Außenbereich eignen, denn nicht alle Schiefer-Sorten sind frostfest. Fragen Sie dazu bei Ihrem Naturstein-Händler nach. Die Schieferplatten von jonastone, wie z.B. der Schiefer Black Rustic wurden einer Frostfestigkeits-Prüfung des TÜV Rheinland-Pfalz unterzogen und sind frostfest. Der Winter kann also kommen, ohne dass Sie sich Sorgen um Ihre Terrassenplatten machen müssen.

    Sie möchten noch mehr Informationen zur Reinigung und Pflege von Schiefer?
    Wenden Sie sich bei Fragen an unsere kompetenten Naturstein-Berater!

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

    Kundenfoto: Balkon mit Schiefer-Platten Black Rustic und einem Vintage-Stuhl
    Schiefer Black Rustic trotzt im Außenbereich jeder Jahreszeit
    Foto der Redaktionsmitarbeiterin Tabea Salzer

    Tabea Salzer

    hat viele Texte und Fotos für das Magazin von jonastone verfasst. In Videos zeigt sie Verlege-Tutorials und Gestaltungsideen zum Einrichten mit natürlich schönen Fliesen und Platten. Klicken Sie dazu auch auf den YouTube-Kanal von jonastone!