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Terrassenplatten verfugen

3 Arten Naturstein wasserdurchlässig zu verfugen

Sandstein-Platten Modak, Terrasse, Nahaufnahme

Neben der Wahl der Natursteinplatten für die Terrasse und einem geeigneten Verlegeverfahren, gilt es auch eine Füllung für die Fuge zu finden. Prinzipiell gibt es beim Verfugen von Terrassenplatten drei Möglichkeiten: Terrassenplatten können mit Sand oder feinem Splitt ausgefugt werden, dies nennt man im Fachjargon loses Verfugen. Dann gibt es die Möglichkeit, die Fugen mit einer festen, aber dennoch wasserdurchlässigen Pflasterfuge („festes Verfugen“) zu füllen. Vorteil der etwas teureren und aufwendigeren Pflasterfuge: Es wächst kein störendes Unkraut zwischen den Fugen und die Terrassenfläche ist leichter zu reinigen. Nicht zuletzt können maßhaltige Natursteinplatten auch press, also ohne Fuge, verlegt werden. Wir stellen Ihnen hier alle drei Möglichkeiten der Verfugung von Terrassenplatten und deren Vor- und Nachteile vor. Zusätzlich geben wir am Schluss praktische Tipps, wenn Sie selbst ans Werk gehen und die Verlegung und Verfugung in Eigenregie planen.

Loses verfugen: Terrassenfugen mit Sand

Beim sogenannten „losen“ Verfugen der Terrassenplatten wird als Fugenmaterial Sand oder feiner Quarzsand verwendet. Quarzsand ist ein wenig teurer, aber durch seine weiße Farbe für die meisten optisch ansprechender. Die Fugen von Natursteinplatten mit Fugensand zu füllen ist einfach und günstig. Sand (oder Quarzsand) wird feucht in die Fugen eingekehrt („nass eingeschlämmt“). Da Sand nur eine geringe stützende Wirkung hat, empfiehlt sich diese Verfugung nur bei einer Fläche mit geringer Belastung. Eine privat genutzte Terrasse fällt in diese Kategorie, öffentliche Flächen, mit Natursteinplatten als Bodenbelag, werden meist fest verfugt. Bei einer Sandfuge lassen sich Unkraut und Ameisen zwischen den Terrassenplatten leider nicht ganz verhindern. Im Handel gibt es mittlerweile Fugensand, der unkrautfrei ist. Ob die Sandfuge dann tatsächlich unkrautfrei bleibt, wird die Zeit zeigen. Ein weiterer Nachteil einer Sandfuge ist wohl die Tatsache, dass sie beim Abspritzen der Terrasse mit einem Wasserschlauch teilweise ausgespült werden kann. Es bleibt also nicht aus, den Fugensand hin und wieder in die Fugen einzukehren. Dennoch ist diese Methode des Verfugens sehr beliebt, da sie günstig und leicht durchführbar ist. Weiterer Pluspunkt: Kaputte Platten können bei der losen Verfugung (und einer losen Verlegung) einfach ausgetauscht werden.

Nahaufnahme vom Sandstein Kandla GreySandsteinplatten Kandla Grey mit Sandfuge

Festes verfugen: Natursteinplatten mit wasserdurchlässiger Pflasterfuge

Natursteinplatten „fest“ zu verfugen, bedeutet ein starres Fugenmaterial zu verwenden - ähnlich dem Verfugen von Natursteinfliesen im Innenbereich. Im Außenbereich verwendet man hierfür am Besten einen Fugenmörtel auf Epoxydharz-Basis. Diese Pflasterfuge ist fest, aber dennoch wasserdurchlässig. Wir von jonastone empfehlen die Pflasterfuge von SOPRO. Das Material ist frost- und tausalzbeständig, lösemittelfrei und lässt sich leicht verarbeiten. Sie können Ihre Terrassenplatten aber auch mit einem anderen Naturstein-geeigneten Produkt verfugen. Das Fugenmaterial wird gemäß Packungsangaben angerührt, ist es gebrauchsfertig, wird es mit einem Gummischieber in die Fugen eingebracht. Beim Verfugen ist es hilfreich, den Pflasterfugenmörtel diagonal zur Fuge einzukehren, um Fugenmaterial nicht wieder „auszukehren“. Beachten Sie: Der Mörtel hat eine Verarbeitungszeit von ca. 30 min. Wird der Eimer geöffnet und Sauerstoff gelangt an das Material, beginnt der Abbinde-Prozess. Sie sollten daher den Mörtel nach dem Öffnen sofort verarbeiten.
Im zweiten Arbeitsschritt werden die überschüssigen Mörtelreste mit einem weichen Besen (Kokosbesen) abgefegt und die Natursteinplatten gesäubert. Jetzt sollte die Fläche ca. 24 Stunden trocknen. Dazu die Terrassenplatten vor Verschmutzung und Regen schützen und eine Folie über den verfugten Bereich spannen. Die Folie sollte nicht direkt auf dem Natursteinboden aufliegen, denn die Fläche muss unterlüftet werden. Vollständig belastbar ist der Terrassenboden ca. 7 Tage nach dem Verfugen.

Tipp: Es empfiehlt sich die Flächen vor dem Verfugen mittels einer Ausfughilfe/ Imprägnierung zu behandeln. Damit wird verhindert, dass ungewollte Glanzerscheinungen auf dem Oberbelag zurückbleiben.

Reinigungs-Tipp: Wenn beim Verfugen der wasserdurchlässigen Pflasterfuge nicht sauber gearbeitet wird, können teilweise Flecken von Epoxydharz-Rückständen auf den Natursteinplatten verbleiben. Wenn diese sich nicht mit der Zeit von alleine austreten, können Sie den Flecken mit einem Spezial-Entferner zu Leibe rücken, beispielsweise mit „Resin-EX“ von Lithofin“.

Zeitschrift und Schuhe auf Travertinterrasse RusticTravertinplatten, die mit Epoxydharzfuge verfugt wurden

Ohne Fuge - press verlegen

Auch eine Verlegung ohne Fuge ist möglich. Dann werden die Terrassenplatten Kante an Kante verlegt (auch: press oder knirsch verlegen genannt). Am Besten gelingt dies mit maßhaltigen Platten. Beachten Sie, dass durch Ausdehnungen des Materials bei knirsch verlegten Terrassenplatten Kantenabplatzungen nicht ganz auszuschließen sind.

Blaustein Azur, TerrassenplattePlatten mit gesägten Kanten können auch knirsch verlegt werden

Verleger-Latein: Hintergrund-Infos zum Verfugen

Fachgerecht verfugt: Sandsteinplatten Yellow Mint mit fester, aber wasserdurchlässiger Pflasterfuge

Risse in den Terrassenplatten vermeiden

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Material je nach Temperatur ausdehnt und wieder zusammenzieht. Die Spannungen, die dadurch entstehen, führen eventuell zu Beschädigungen der Natursteinplatten. Die Gefahr von Spannungsrissen besteht vor allem bei Natursteinplatten, die knirsch oder fest im Mörtelbett verlegt und fest verfugt werden. Diese haben nicht so viel „Bewegungsspielraum“, wie lose verlegte und verfugte Platten. Durch eine wasserdurchlässige und fachgerechte Verlegung des Natursteins können Frostschäden jedoch nahezu ausgeschlossen werden.

Auch ein Abrütteln der Platten kann zu Rissen führen. Ein Rüttelvorgang ist bei privaten Balkonen und Terrassen  jedoch auch gar nicht notwendig, da die Anforderungen an Terrassenplatten, was Ihre Härte und Widerstandsfähigkeit angeht, hier relativ gering sind. Deshalb werden meist Platten in einer Stärke von 3-5 cm angeboten und verlegt. Diese Plattenstärke reicht für leicht beanspruchte Bereiche vollkommen aus und muss aus diesem Grund auch nicht aufwendig abgerüttelt werden.

Fachgerechtes Arbeiten – dann bleibt der Terrassenaufbau wasserdurchlässig

Beim Verlegen und Verfugen von Terrassenplatten wird häufig die Wasserdurchlässigkeit und deren Relevanz für die Terrasse erwähnt. Doch warum ist Wasserdurchlässigkeit so wichtig? Stehendes Wasser auf den Natursteinplatten ist dafür verantwortlich, dass Platten im Winter durch Frost beschädigt werden können. Zudem trocknen die Platten nicht so schnell ab und Wasserflecken bleiben länger sichtbar. Deshalb sollte nicht nur die Fuge, sondern auch die Tragschicht und die Verlegung, je nach Verlegearten, wasserdurchlässig und fachgerecht durchgeführt werden.

Dehnungsfugen nicht vergessen

Bei zusammenhängenden und gebundenen Flächen sollten Dehnungsfugen, darunter versteht man Fugen aus hartem Gummimaterial im Außenbereich, nicht vergessen werden. Dehnungsfugen müssen nicht nur im Oberbelag sondern möglichst durch den kompletten Aufbau gehen– dann lassen sich unnötigen Schäden am Unterbau und Natursteinplatten-Belag vermeiden. Mehr Informationen zu Dehnungsfugen.


Hinweis: Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

Geschrieben von:

Tabea Salzer hat viele Texte und Fotos für das Magazin von jonastone verfasst. In Videos zeigt sie Verlege-Tutorials und Gestaltungsideen zum Einrichten mit natürlich schönen Fliesen und Platten. Klicken Sie dazu auch auf den YouTube-Kanal von jonastone!

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