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Kalkstein Jura Gelb 01Kalkstein-Fliesen aus Jura-Gelb

Kalkstein ist ein nahezu universell einsetzbarer Naturstein. Es gibt nur wenige Bereiche wo eine Nutzung nicht sinnvoll erscheint. Mit seiner breiten Farbpalette sowie seiner natürlich glatten Oberfläche (es fehlt die Rauhigkeit eines Sandsteines) überzeugt der Kalkstein im Innen- und Außenbereich.

Ob als Bodenbelag oder als Verkleidungen Kalkstein kommt für alle Bereiche am Boden und an der Wand zur Einsatz. Platten und Fliesen in allen Größen und Formen sowohl für Innen als auch für Außen sind die Hauptverwendung von Kalkstein. Auch Kalkstein-Pflastersteine gibt es.
Ganze Gartenanlagen lassen sich mit Kalkstein erschaffen. Gartenwege aus Natursteinplatten, in Hanglagen verknüpft mit Stufen aus Kalkstein, fügen sich sehr gut in jeden Garten ein. Trockenmauern und Mauern, komplett erbaut aus Kalkstein, runden das Bild ab. Alternativ nutzt man Kalkstein nur für die Abdeckplatten der Mauern.
Am Haus heben Tür- und Fensterumrandungen sowie Fensterbänke aus Kalkstein das optische Empfinden. Neben Platten und Fliesen bietet sich im Hausinneren der Einsatz von Kalkstein als Verkleidung und Verblendung von Sockeln, Treppen und Wänden an. Auch ganze Treppen aus Kalkstein haben ihren Reiz. Sehr stimmungsvoll ist der Einsatz von Kalkstein als Kaminverkleidungen. Im Bad ist Kalkstein nur mit Einschränkungen einsetzbar. Der Stein muss vor der Verwendung speziell behandelt werden. Dann aber lässt er sich in Duschen und sogar als Waschbecken verbauen.
Ähnlich wie Marmor eignet sich Kalkstein auch hervorragend für Zierobjekte wie z.B. Figuren und Statuen oder größere Nutzobjekte (Parkbank etc.).
Einzig vom Einsatz im Küchen- oder Arbeitsbereich ist abzuraten, da durch die geringe Härte des Kalksteines der Stein leicht beschädigt wird. Auch sollte darauf geachtet werden, dass keine sauren Substanzen auf den Stein gelangen, da schon leichte Säuren den Stein anlösen können.

Kalkstein Platten MirosKalkstein-Platten Miros

Die Hauptkomponente von Kalkstein ist das Mineral Calcit. Es bestimmt die Eigenschaften des Gesteins wesentlich. Calcit ist ein durchsichtig bis weißliches Mineral mit einer sehr geringe Härte (Ritzhärte 3 nach Mohs). Die geringe Härte von Calcit macht Kalkstein kratzempfindlich. Kleine Kratzer werden aber durch eine normale Beanspruchung der Laufflächen wieder herausgelaufen. Ein weiterer Effekt dieser geringen Härte ist die begrenzte Politurbeständigkeit, deshalb wird Kalkstein in der Regel nur feingeschliffen und nicht poliert.
Calcit ist auch empfindlich gegenüber Säuren. Schon kalte Salzsäure löst das Mineral auf; schwächere Säuren lösen das Mineral an. Eine Verwendung von Kalkstein als Küchenplatte oder in Arbeitsbereichen empfiehlt sich daher nicht.
Für den Einsatz im Nassbereich muss Kalkstein imprägniert oder versiegelt werden. Da fast alle im Bad verwendeten Produkte leicht sauer sind oder auf Kalkstein Flecken bilden können, würden unbehandelte Kalksteine sehr bald ein unschönes Aussehen bekommen.
Für den Außeneinsatz ist zu beachten, dass Kalkstein nur bedingt frostbeständig ist. Bei der Verlegung sollte darauf geachtet werden, dass das Material nicht “im Wasser steht”. Der Unterbau muss so ausgeführt werden, dass eine ausreichende Drainage sichergestellt ist. Im Winter ist der Einsatz von Streusalzen nicht zu empfehlen, da Kalksteine nicht Tausalzbeständig sind.

Kalkstein SolnhofnerJeder Solnhofer Kalkstein ist ein Unikat.

Ein Hauptmerkmal von Kalkstein ist seine Vielfarbigkeit. Es überwiegen helle, graue bis graugelbe Farbe, aber auch gelb, braun, rot, grünlich, bläulich und sogar schwarz kommen vor. Kalkstein aus reinem Calcit wäre wie Marmor weißlich. Erst durch verschiedene Beimengungen entstehen die vielen Farben des Gesteins. Gelbe und braune Farbtöne werden verursacht durch Limonit, rote und rötliche durch Hämatit, graue und schwarze durch organische Kohlenstoffverbindungen (Bitumina). Die grünen und blauen Farben entstehen durch das Mineral Glaukonit. Für die Farbgebung brauch es nur geringe Mengen der Minerale, meist nur wenige Prozent.
Kalkstein hat einen relativ geringen Glanz, selbst im geschliffenen Zustand. Dafür verantwortlich sind die sehr kleinkörnige Struktur des Gesteins und die farbigen Beimengungen, welche das Licht stark streuen.
In der Regel sind Kalksteine einfarbig und sehr homogen in ihrer Textur. Während der Entstehung des Gesteins können sich aber die äußeren Bedingungen ändern, wodurch unterschiedlich farbige Schichten entstehen.
Insbesondere bei hellen Kalksteinen besteht die Gefahr des Verfärbens, hauptsächlich durch Verschmutzung der Oberfläche. Bei schwarzen Kalksteinen hingegen besteht zum Teil eine Gefahr des Ausbleichens. Indem die im Gestein enthaltenen organischen Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden, verringert sich der Schwarzwert des Steines.

Kalksteine haben eine relative geringe Dichte (2.6 – 2.8 g/cm3). Wegen dieser Eigenschaft und seiner einfachen Verarbeitbarkeit wurde der Stein in der Antike gerne für den Bau große Bauwerke benutzt. Als bekanntestes Beispiel sei hier die Cheops Pyramide von Gizeh erwähnt, deren Außenhaut aus Kalkstein erbaut wurde.

Seine gute Bearbeitbarkeit erhält der Kalkstein durch die geringe Härte. Im Steinbruch werden die großen Blöcke zuerst zersägt und gespalten, bis sie die richtige Größe für die Weiterverarbeitung haben. Für die Bearbeitung der Endprodukte (Platten, Steine) gibt es vielerlei Möglichkeiten. Für den Außenbereich werden die Oberflächen häufig gestockt oder sandgestrahlt, um eine gewisse Rauhigkeit zu erzeugen; die Seitenflächen lässt man hingegen oftmals bruchrau. Für den Innenbereich werden die Oberflächen feingeschliffen oder getrommelt. Auf Grund der geringen Härte wird in der Regel nicht poliert. Gesägten Kanten werden getrommelt, handgeschlagen oder gefast (im 45° Winkel geschliffen), damit ein schönes Fugenbild entsteht.

Die geringe Härte ist für das einzigartige Oberflächengefühl von Kalkstein verantwortlich. Im Gegensatz zu anderen Natursteinen ist Kalkstein richtiggehend ,,weich", beim Anfassen fühlt sich die Oberfläche selbst im gebrochenen Zustand nicht rau an. Insbesondere im ungeschliffenen Zustand nimmt man eine wellige Oberfläche wahr, die sich wie leicht gummiert anfühlt.
Auf Grund seiner homogenen Textur und seinem geringen Glanz entfaltet Kalkstein seinen wahren Reiz erst in einer unebenen Oberfläche; geschliffen und poliert hat es den Anschein, dass der Stein keine Textur besitzt.

Kalkstein Fliese Miros NahaufnameNahaufnahme einer Kalkstein-Fliese "Miros"

Kalkstein ist eins der am häufigsten vorkommenden Gestein auf der Welt. In Deutschland und in Europa gibt es zahlreiche Steinbrüche, in denen sehr unterschiedliche Kalksteine abgebaut werden. In Deutschland wird Kalkstein in der Fränkische Alb, im Harz, im Rheinischen Schiefergebirge, in der Schwäbische Alb, im Thüringer Schiefergebirge, im Weserbergland und in der Westfälischen Bucht abgebaut. Der bekannteste Kalkstein ist sicher der Solnhofner Kalkstein aus der Fränkischen Alb. Gängig sind auch die Sorten Jura Gelb und Jura Grau. Aus dem Ausland werden vor allem Kalksteine aus Frankreich und Italien gehandelt. Bekannt sind die Sorten Buxy (beige-hellbraun), Comblanchien (beige-rosa), Euville (braun-beige) und Savonnière (grau-gelb) aus Frankreich und Botticino Classico (hellbeige), Perlato (beige) und Rosso Verona (hellrot)aus Italien. Häufig trifft man auch auf die Sorten Belgisch Granit/Petit Granit (grau-schwarz) aus Belgien, Negro Marquina (schwarz-weiße Textur) aus Spanien und Kota (verschieden farbig) aus Indien (Bundesstaat Rajasthan).

So verschieden wie Kalkstein ist, so unterschiedlich wird auch der Begriff Kalkstein genutzt. Abhängig vom beruflichen Hintergrund werden im wissenschaftlichen Bereich damit alle stark Kalkhaltigen Gesteine, in der Baustoffindustrie jedoch nur stark verfestigte Kalke bezeichnet. Polierfähige Kalksteine werden häufig als Marmor bezeichnet, was aus geologischer Sicht aber nicht korrekt ist.

Kalksteine sind Ablagerungsgesteine (Sedimente). Sie sind überwiegend sehr feinkörnig, können aber auch kleinere und größere Stücke von karbonatischen Organismen enthalten (z.B. Muschelschalen).
Die Entstehung von Kalkstein erfolgt meistens durch biogene Prozesse, kann aber auch durch chemische Ausfällung bedingt sein.
Biogene Kalksteine lagern sich durch Organismen ab. Kalk wird in das Innen- und Außenskelett von meist marinen Lebewesen eingebaut und bleibt nach dem Tod der Lebewesen zurück. Im wesentlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von biogenen Kalksteinen, Kalksteine aus Mikroorganismen und Kalksteine aus optische sichtbaren Organismen (überwiegend Korallen). Bei beiden Arten sinken die Überreste der Organismen auf den Grund und bilden dort so genannte Kalkschlämme. Der Schlamm verfestigt sich nach und nach, wenn immer mehr Material auf dem Schlamm aufgelagert wird. Während der Verfestigung bildet sich im Schlamm neuer Calcit und schließt die Hohlräume im Gestein. Geht die Verfestigung noch weiter, bildet sich der Kalk der Organismen komplett um zu neuen Calcit und die ursprüngliche Sedimentstruktur wird vollständig ausgelöscht.
Kalksteine, die sich durch chemische Ausfällung bilden, entstehen in so genannten Evaporitserien. Durch Verdampfung von Wasser im Flachwasserbereich (Binnensee, Flaches Meer) steigt die Konzentration von Ionen im Wasser stetig an bis die Löslichkeit der Ionen überschritten wird. Dann fallen Kalk und andere Salze aus dem Wasser aus und lagern sich am Boden des immer flacher werdenden Meeres ab. Dies geschieht sowohl in der Wassersäule als auch direkt am Meeresboden. Mit der Zeit bilden sich so mächtige Kalkschlämme. Die Kalkschlämme verfestigen sich wie die biogenen Kalksteine, in dem überlagernde Sedimente den Schlamm zusammendrücken. Der Schlamm wird durch neu gebildeten Calcit verkittet und erhält so seine feste Form.
In seltenen Fällen werden diese primären Kalksteine später wieder abgetragen und lagern sich als grobkörnige Sedimente wieder ab.

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