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Terrassenplatten auf Beton verlegen

Verlegung auf Betonplatte mit Drainagematte

Verlegung auf Betonplatte mit Drainagematte

Eine Natursteinterrasse im mediterranen Stil oder moderne Geradlinigkeit und klassische Farben: Eine Terrasse soll dem persönlichen Geschmack entsprechen und ein besonderes Ambiente schaffen. Bevor Sie als Gartenbesitzer im Sommer auf der Terrasse entspannen können, steht jedoch zunächst die Verlegung der Terrassenplatten an. Sie möchten die Terrassenplatten, ob aus Naturstein oder Feinsteinzeug, auf einen Beton-Untergrund legen? So wird’s gemacht: Platten auf Beton verlegen und typische Fehler vermeiden!

Bei einer Verlegung auf Beton (gebundener Untergrund), ist im Gegensatz zu einer Verlegung auf Schottertragschicht (ungebundener Untergrund), das einzuhaltende Gefälle besonders wichtig, da hier das Wasser nicht durch den Untergrund, also die Betonplatten, absickern kann. Die notwendige Wasserableitung kann etwa durch eine Drainagematte erfolgen. Auf einer Betonplatte können Terrassenplatten auf drei verschiedenen Arten verlegt werden. Mehr über die unterschiedlichen Verlege-Arten, ihre Vorteile und Verlege-Tipp´s lesen Sie in diesem Artikel.

Vorbereitung der Betonplatte zur Verlegung

Als Vorarbeit vor dem Verlegen im Pflasterbett sollte überprüft werden, ob die vorhandene Betonplatte ein ausreichendes Gefälle aufweist. Terrassenplatten werden auf einem Gefälle von 2 %, manchmal sogar 3 % verlegt. Hierbei spielt auch die Oberflächenbeschaffenheit der Terrassenplatten eine Rolle, z.B. wird bei Materialien mit gespaltener Oberfläche etwas mehr Gefälle empfohlen, damit das Wasser besser abfließt.

Wenn die Betonplatte kein Gefälle hat, kann das benötigte Gefälle mit einem Estrich hergestellt werden. Um das Eindringen von Wasser in die Betonplatte und auch an das angrenzende Bauwerk, sprich das Haus, zu verhindern, sollten Sie vor dem Auftragen dieser Ausgleichsschicht noch eine Abdichtung aufbringen. Dies kann z.B. eine Dichtschlämme von Sopro sein.

Hinweis: Überprüfen Sie in der Planungsphase, ob die Betonplatte statisch überhaupt in der Lage ist, das Gewicht der Terrassenplatten und des Bettungsmaterials zu tragen. Insbesondere, wenn die Terrasse z.B. auf einer Garage oder über einem Keller liegt.

Mit Drainagematte Verfärbungen und Frostschäden verhindern

Drainagesysteme kommen zum Einsatz, wenn Terrassenplatten auf einer Betondecke verlegt werden.
Eine Drainagematte wird unmittelbar auf die abgedichtete und mit ausreichend Gefälle versehenen Betonplatten aufgebracht. Der Hauptnutzen der später unsichtbaren Drainagematte ist die sehr gute Ableitung von Sickerwasser hin zu einem Gully oder Ablauf. Zusätzlich verhindert die Drainagematte, dass Wasser nach oben in den Belag aufsteigen kann. Verfärbungen durch Stauwasser kann so vermieden werden.
Die Verwendung einer Drainagematte auf den Betonplatten trägt also dazu bei, Wasser- und Frostschäden dauerhaft abzuwenden.

Verlegung der Terrassenplatten:

Nachdem die Drainage des Regenwassers von der Betonplatte gewährleistet ist, nun zur Verlegung der Terrassenplatten. Es gibt drei Verlege-Varianten, mit jeweils unterschiedlichen Materialien als Pflasterbett:

Mit etwas Geschick und Know-how ist das Verlegen von Naturstein kein Hexenwerk!Natursteinplatten - hier Blaustein Azur - werden auf 30-50 mm hohem Aufbau aus Edelsplitt verlegt.

Im Splittbett verlegen

Eine Verlegung auf Splitt ist relativ einfach und preisgünstig. Zudem bringt sie den Vorteil mit sich, dass Platten leicht ausgetauscht werden können, sollte dies nachträglich nötig werden.
Terrassenplatten aus Naturstein sollten auf Edelsplitt verlegt werden. Andere Splitte, Riesel oder Kies enthalten leicht lösbaren Mineralien/ Eisenverbindungen, die über die Kapillarwirkung bis an die Plattenoberseite gelangen und zu Verfärbungen (Ausblühungen) des Natursteins führen könnten.
Der Splitt wird 30-50 mm hoch auf die Betonplatte mit Drainagematte aufgebracht und plan abgezogen. Danach die Terrassenplatten auflegen und mit einem weißen Gummihammer einklopfen. Mit einer Wasserwaage wird überprüft, ob die Platten eben zueinander liegen und ob das empfohlene Gefälle eingehalten wird. Zusätzlich kann eine gespannte Maurer-Schnur helfen, um die Geradlinigkeit der Terrassenplatten und Fugen zu überprüfen.

Hinweis: Bei der Verlegung im Splittbett wird zu einer Randeinfassung der Terrassenfläche geraten, da das Splittbett im äußeren Bereich der Fläche andernfalls wegrutschen könnte. Hierzu werden Kantensteine verwendet oder die äußere Reihe der Terrassenplatten fest verklebt.

Einkornmörtel auf SchottertragschichtGranitplatten werden im Drainagemörtel, bwz. Einkornmörtel verlegt. Auch gut sichtbar: die Drainagematte, damit Regenwasser gut abfließen kann.

Im Drainagemörtel verlegen

Drainagemörtel als Pflasterbett ist zwar etwas teurer, ermöglicht es dem Handwerker aber die Terrassenplatten mit einer festen Pflasterfuge zu verlegen. Der besondere Naturstein-Kleber (auch: Drainagemörtel oder auch Einkornmörtel) ist wasserdurchlässig und als fertig gemischte Sackware im Handel erhältlich. Er kann auch selbst aus Splitt und Trassbindemittel angemischt werden. Dabei kommt es auf das richtige Mischverhältnis an, da die Verlegung ansonsten nicht fachgerecht und fehlerfrei durchgeführt werden kann.
Achten Sie bei Ihrem Kauf darauf, dass der Drainagemörtel für Naturstein geeignet ist. Der zu verwendende Drainagemörtel besteht aus Splitt, Körnung 2-5 oder 2-8mm und einem Zuschlag, bestehend aus Trassbindemittel. Drainagemörtel oder Einkornmörtel wird laut dem Mischungsverhältnis auf den Packungsangaben im Betonmischer oder mit einem Rührwerk angemischt. Das Verlegen der Terrassenplatten auf Betonplatte erfolgt dann in mindestens 6 cm dickem Drainagemörtel "nass in nass". Das heißt, sowohl die Betonplatte als auch die Plattenunterseiten der zu verlegenden Natursteine werden mit Natursteinmörtel bestrichen, um eine stabile Haftung zu gewährleisten. Der Drainagemörtel sollte hierbei vor Austrocknung geschützt werden oder nur nach und nach angerührt werden, sodass er in nassem Zustand verarbeitet werden kann. Verwenden Sie hier, ebenso wie beim Verlegen im Splittbett, einen weißen Gummihammer um die Terrassenplatten ins Mörtelbett einzuklopfen und eine Wasserwaage, um die Platten eben zueinander zu legen.

Damit die Terrassenplatten gut auf dem Drainagemörtel haften, habe ich bei der Verlegung meiner Terrassenplatten Blaustein Azur Haftschlämme verwendet. Diese stellt eine gute Haftbrücke zwischen den Natursteinplatten und dem Untergrund her. Mit der Glättkelle oder Zahntraufel habe ich die Haftschlämme auf die Rückseite der Terrassenplatten aufgebracht und die Platten anschließend in den Einkornmörtel gelegt, ausgerichtet und angeklopft.

Christian Osiecki (Logistik-Leiter bei jonastone)
Bei der Stelzverlegung werden die Platten auf die Ständerelemente gelegt und mit einer Wasserwaage eben zueinander ausgerichtet.

Auf Stelzlager verlegen

Diese Verlege-Variante, bei der man Stelzlager, Mörtelsäckchen oder Plattenlager verwenden kann, eignet sich besonders für die Verlegung von Terrassenplatten auf Balkonen oder Dachterrassen. Nicht nur, dass an Gewicht gespart wird, es ist beim Verlegen von Stelzlagern auch nicht nötig die Platten mit Gefälle zu verlegen, da Regenwasser zwischen den ca. 4 mm breiten Ritzen und unter den Platten ablaufen kann. Der Untergrund, in diesem Fall die Betonplatte, sollte allerdings das empfohlene Gefälle besitzen. Die Terrassenplatten werden auf die Stelzlager gesetzt und mit Kreuzfuge verlegt. Wie praktisch: die Platten auf der Betonfläche lassen sich in Zukunft zügig und problemlos austauschen. Mehr Informationen zur Verlegung auf Stelzlager, Mörtelsäckchen oder Plattenlager finden Sie in einem weiteren Magazinartikel. 

Typische Fehler - besser vermeiden!

  • Verlegung erfolgt auf Betonplatte ohne Gefälle → Wasser kann in die Betonplatte oder in das angrenzende Bauwerk eindringen und zu Schäden führen. Zudem sind Frostschäden und Verfärbungen/ Ausblühungen bei Naturstein möglich, wenn Wasser nicht richtig abfließen kann.
     
  • Nicht ausreichend Bewegungsfugen und Dehnungsfugen eingeplant → es kann zu Spannungsschäden kommen.
  • Statt Edelsplitt werden günstige Splitte gewählt → es kann zu farbigen Ausblühungen oder Rostpflecken auf den Terrassenplatten kommen
  • Falschen Verlegemörtel verwendet → Verfärbungen der Terrassenplatten sind nicht auszuschließen

Hinweis: Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

 

Letztes Foto: ©Kenny / Fotolia.com

Geschrieben von:

Tabea Salzer textet und fotografiert für das Magazin von jonastone. In Videos zeigt sie Verlege-Tutorials und Gestaltungsideen zum Einrichten mit natürlich schönen Fliesen und Platten. Klicken Sie dazu auch auf den YouTube-Kanal von jonastone!

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