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Roter Schiefer

Auch Farb- und Buntschiefer sind wahre Eye-Catcher

Schlagwort „Schiefer“ – denken Sie bei diesem Naturstein nicht auch sofort an dezente Grautöne, Anthrazit oder Schwarz? Dabei kann Schiefer aber auch ganz anders: Bunter, grüner oder auch roter Schiefer setzen ganz besondere Akzente in den eigenen vier Wänden. Schließlich gehört roter Schiefer nicht zum Fliesen-Standardrepertoire vom Baumarkt um die Ecke, sondern die Rarität zeigt vielmehr, dass sein Besitzer einen Sinn für Individualismus hat. Was macht roten Schiefer aus, woher kommt die Farbe, welche Alternativen gibt es? Zentrale Fragen zu einem markanten Stein beantworten wir Ihnen hier!

Roter Schiefer – daher kommt seine Farbe

Die Färbung von Schiefer hängt von mehreren Faktoren ab: Steinstruktur, Mineralzusammensetzung und Korngröße spielen dabei eine Rolle. So sorgt eine feinkörnige Struktur beispielsweise durch erhöhte Lichtabsorption für eine dunklere Farbe beim Naturstein. Roter Schiefer verdankt seine Farbe dabei vor allem dem Mineral Hämatit, das in der Umgangssprache auch Roteisenerz oder sogar Blutstein genannt wird. Letztere Bezeichnung rührt vor allem daher, dass das Mineral auch das Schleifwasser während der Bearbeitung von Schieferfliesen in das charakteristische Rot färbt.

Roter Schiefer: So wird ein Fliesenboden zum Eyecatcher

Die tiefrote Variante von rotem Schiefer ist übrigens im Handel auch unter den Bezeichnungen Burgund oder Burgundi zu finden.

Schiefer-Fliesen Burgund strahlen in einem zarten Purpur-Ton

Farbspiele auf Stein

Komplementärfarben, ganz natürlich zusammen auf einem Stein? Tatsache: Roter Schiefer ist ausgerechnet mit grünem Schiefer eng verwandt. Oft kommen die beiden Farbschiefer direkt nebeneinander in Steinbrüchen vor. Gelegentlich finden sich auch Schieferfliesen, auf denen beide Farben zu sehen sind. Exotische Varianten mit rotgrünen Streifen oder auch grüngepunkteter roter Schiefer sind durchaus denkbar. Denn die blaugraue oder grüne Variante des Schiefers können die Grundlage für roten Schiefer sein, wenn er durch geologische Erhitzung umgewandelt wird.

Oberflächenbearbeitung und Wirkung

Viele Sorten Naturschiefer verfügen über eine natürliche gespaltene Oberflächenstruktur, die wie eine feine Faltung von Origami oder das Miniformat eines ursprüngliche Küstenstreifens aussehen kann. Was Sie wählen, ist Geschmackssache und Frage des favorisierten Einrichtungsstils.

Verlegung

Schieferfliesen mit feiner Schieferung verfügen über geringe Maßtoleranzen und werden meist im Dünnbettverfahren verlegt. Sind die Schieferungen und damit die Toleranzen etwas ausgeprägter, wählt man im Haus das Mittelbettverfahren, um im Mörtelbett die Höhendifferenzen ausgleichen zu können

Für alle Selbermacher und DIY-Fans haben wir eine Schritt-für-Schritt Tutorial, wie maßhaltige Schieferfliesen, in diesem Fall Schiefer Mustang, selbst verlegt werden können:

Pflege und Reinigung

Wie andere Natursteinfliesen auch ist die Reinigung von rotem Schiefer denkbar einfach und unproblematisch. Groben Schmutz mit weichen Besen abkehren und mit klarem Wasser andere Verschmutzungen abspülen. Wer seinem Natursteinboden etwas Besonderes gönnen möchte, kann zu einer auf Naturstein abgestimmten Wischpflege greifen.

Pflegetipp: Extraschutz durch eine Imprägnierung. Flüssigkeiten, Fette und Co. perlen regelrecht an der Oberfläche ab und können bequem weggewischt werden.
Alternative: Der wasserabweisende Farbvertiefer. Nicht nur roter Schiefer kann durch dieses Mittel einen intensiveren Farbton erreichen, auch andere farbige Schiefer können noch an Farbsättigung hinzugewinnen.

Schiefer-Fliesen Peacock Multi Color (ältere Charge), seitliche AufnahmeEin Naturstein mit Charakter: Schiefer Peacock-Fliesen

Schöne Töne – in Rot erstrahlen auch andere Natursteine

Nicht nur roter Schiefer, sondern auch andere Natursteine strahlen in dynamischen und intensiven Rotnuancen, so wie beispielsweise die Quarzitfliesen Copper. Da sie die Eigenschaften von Quarzit und Schiefer miteinander vereinen, zählen sie aus geologischer Sicht streng genommen sogar zu den Schieferquarziten.
Aber auch Buntschiefer wie die Schieferfliesen Peacock haben einen purpurfarbenen Grundton, durch den sich ein Feuerwerk an Farben zieht. Der Name dieses indischen Schiefers verrät seine Haupteigenschaft: eine leuchtende Farbenpracht. So wird der schöne und warme Rotton durch eine Vielzahl an strahlenden Farben bereichert, die den Naturstein nur umso faszinierender wirken lassen.

Geo-Facts: Roter Schiefer – Mineralien machen die Farbe

Roter Schiefer kann in unterschiedlichen Tönen und Farbnuancen erstrahlen. Von einem hellen, fast ziegelsteinfarbigen Rot über Rotbraun bis hin zu einem faszinierenden Violett ist dabei alles möglich. Die letztliche Nuance hängt von der Mineralzusammensetzung ab. So beeindruckt beispielsweise die Schiefersorte Burgund mit einem zarten Purpurton, der je nach Lichteinfall intensiv leuchtet.
So oder so: Roter Schiefer sorgt dank seiner warmen Farbe für eine gemütliche Ausstrahlung und ein einladendes Ambiente. Gleichzeitig ist ihm seine Einzigartigkeit und Natürlichkeit anzusehen, was ihn zu einem zugleich schönen und langlebigen Bodenbelag für Schieferfliesen und Schieferplatten macht.

Geschrieben von:

Myriam Schmöe

Myriam Schmöe ist Online-Redakteurin bei jonastone. Sie ist auf Wohnmessen unterwegs und präsentiert regelmäßig die aktuellen Trends aus dem Wohnbereich. In den sozialen Netzwerken bietet sie unseren Kunden eine Plattform für den Austausch mit jonastone und anderen Naturstein-Liebhabern.

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