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Sandstein verlegen

So geht die Verlegung von Sandsteinfliesen & -platten

Sandstein-Platten Modak, Terrasse, Nahaufnahme

Warme, natürliche Farbgebung und ein besonders angenehmes Gefühl der Oberflächen – Sandstein bringt mediterranes Flair und Wohlfühl-Atmosphäre in Haus und Garten. Sie möchten gerne wissen, wie das Verlegen von Sandsteinplatten und Sandsteinfliesen funktioniert und auf was man bei der Verlegung dieses Natursteins besonders achten muss? In diesem Artikel informieren wir Sie einfach und Schritt für Schritt, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Sandsteinfliesen verlegen – das ist wichtig

Fliesen aus Sandstein sind Ihr Favorit – wie werden diese nun im Innenraum verlegt? Bevor Sie mit der Verlegung beginnen, sollten Sie zunächst Ihren Boden sorgfältig planen und im Vorfeld einige Dinge berücksichtigen. Planen Sie zur errechneten Quadratmeterzahl der Verlegefläche zusätzlich 10 % Verschnitt ein, da man für Ecken und Kanten des Raumes oftmals Fliesen zuschneiden muss. Ebenfalls sollten Sie klären, ob der zu belegende Boden eben ist und der Estrich trocken. Der Bauträger oder ein Fachmann kann dies mit der Restfeuchtemessung in Erfahrung bringen.

Info: Passendes Verlegezubehör

Für einen reibungslosen Verlege-Vorgang ist es wichtig, das passende Verlegezubehör griffbereit zu haben. Neben Natursteinkleber, Fugenmörtel und Natursteinsilikon brauchen Sie Fliesenkelle, Wasserwaage, Gummiwischer & Co – die gesamte Materialliste zum Download und Ausdrucken finden Sie hier.

Sandstein-Fliesen Kandla Grey seitliche AufnahmeFür einen schönen und sauberen Sandsteinboden: Beim Verlegen überschüssigen Natursteinkleber und Fugenmörtel schnell entfernen.

Step-by-Step: Verlegung von Sandsteinfliesen

Sandsteinfliesen werden am besten im Dünnbett-Verfahren verlegt. So gehen Sie hierbei vor:

  1. Zunächst Randdämmstreifen an der Wand befestigen – somit beugen Sie vor, dass Kleber an die Wand gelangt
  2. Grundieren Sie dann den Boden – für die Haftung von Mörtel und Untergrund ist dies wichtig.
  3. Rühren Sie den Verlegemörtel an – beachten Sie die Angaben des Herstellers.
  4. Tragen Sie den Mörtel auf – der Natursteinkleber wird am besten mit einem Zahnspachtel auf dem grundierten Estrich aufgetragen und durchgekämmt.
  5. Rückseite der Fliesen ebenfalls mit Mörtel bestreichen – dieser Vorgang wird Buttering-Floating-Verfahren genannt, intensiviert die Bodenhaftung und sorgt für eine hohlraumfreie Verlegung.
  6. Dann Fliesen in das Mörtelbett legen – beginnen Sie von einer Ecke und lassen Sie Dehnungsfugen zu den Wänden. Für einen Mindestabstand zwischen den Fliesen bietet sich die Verwendung von Fliesenkreuzen an. Am besten entfernen Sie gleich überschüssigen Fliesenkleber aus den Fugen.
  7. Anschließend die Fliesen festdrücken – dabei verwenden Sie am besten einen weißen Gummihammer, um mögliche Farbflecken zu vermeiden. Dann lassen Sie den Kleber trocknen.
  8. Tragen Sie nun Fugenmörtel auf – mit einem Gummiwischer gelingt das Einbringen der Fugenmasse in die Fugen besonders gut.
  9. Reinigen Sie dann die Oberfläche – wenn die Fugenmasse ausgehärtet ist, hilft ein Grundreiniger, Verschmutzungen, Fugenmaterial und Zementschleier zu entfernen.
  10. Dichten Sie zuletzt den Übergang zur Wand ab – hierfür verwenden Sie am besten Natursteinsilikon. Natürlich können Sie auch Sockelleisten aus den Sandsteinfliesen anbringen. Diese können Sie zuschneiden – wie Sie hierbei vorgehen, erfahren Sie in unserem Tutorial: Schiefer und andere Natursteine verlegen.

Tipp: Imprägnierung einplanen!

Für einen optimalen Schutz Ihrer Sandsteinfliesen empfehlen wir, sie zu imprägnieren. Schmutz und andere Verunreinigungen haben es dann schwer, in den Naturstein einzudringen, sie perlen daran ab und können einfach weggewischt werden. Um Arbeit einzusparen, raten wir, die Fliesen vor dem Verfugen zu imprägnieren – Reste von Fugenmörtel lassen sich dann leichter entfernen. Das Imprägniermittel wird einfach mit einem fusselfreien Tuch, ohne Pfützenbildung, auf die trockenen Fliesen aufgetragen und zieht sofort in den Stein ein. Das biologisch abbaubare Imprägniermittel Fleckstop W von Lithofin ist für Sandsteinfliesen eine gute Wahl.

Froschperspektive auf Terrasse mit SandsteinplattenSandsteinplatten outdoor verlegen ist nicht schwer. Am einfachsten: mit der losen Variante auf Schotter und Splitt.

Sandsteinplatten im Outdoorbereich verlegen

Das leichte und sommerliche Flair heller Natursteine ist auch für den Außenbereich eine beliebte Wahl. Terrassenplatten wie der Sandstein Modak in warmen, rötlichen Tönen oder der Sandstein Yellow Mint mit seiner sonnigen Farbgebung bringen Urlaubsstimmung in den Outdoorbereich. Ein besonders mediterranes Flair wird mit der Verlegung als Polygonalplatten erzielt – diese etwas aufwändige Verlegeart sollten sich jedoch nur wirklich geübte Hobby-Heimwerker zutrauen. Die Verlegung von Natursteinplatten im Kreuzfugenverband oder im Halbverband hingegen erfordert nur ein wenig handwerkliches Geschick. Besonders die lose Verlegung der Bodenplatten auf Schotter und Splitt ist unkompliziert und praktisch.

Edelsplitt zur Verlegung von NatursteinplattenEdelsplitt eignet sich am besten für die Verlegung von Natursteinplatten

Schritt für Schritt: Sandsteinplatten verlegen

Am einfachsten ist die Ausgangssituation, wenn die Terrasse aus Sandsteinplatten auf einer Fläche aus Erdreich verlegt werden soll. Hier bietet sich die lose Verlegung auf einer Schicht aus Schotter und Splitt an. Ist eine Betonplatte vorhanden, kann ebenfalls die lose Verlegung durchgeführt werden, allerdings sollte dann mit einer Drainagematte auf dem Beton gearbeitet werden, um aufsteigende Feuchte zu verhindern. Mehr Infos zur Verlegung auf einer Betonplatte finden Sie hier.

Übrigens: Alle Sandsteinplatten von jonastone haben eine gesägte Unterkante – dadurch sind die Platten ebenmäßig und lassen sich noch leichter verlegen.

So gehen Sie bei der losen Verlegung von Sandsteinplatten vor:

  1. Sie stecken zunächst die Terrassenfläche ab – dazu können Sie mit Holzpflöcken und Schnüren arbeiten. Anschließend nehmen Sie den Aushub des Bodens vor. Ausführliche Details zum Thema Unterbau von Terrassen lesen Sie hier.
  2. Überprüfen Sie das Gefälle – ganz wichtig: die Fläche muss ein Gefälle von 2-3 % aufweisen. Nur so ist ungehinderter Wasserabfluss gewährleistet, der Schutz vor Frostschäden und Ausblühungen bietet.
  3. Legen Sie nun eine Schottertragschicht an – idealerweise sollte diese 10 – 20 cm hoch sein. Sie muss anschließend verdichtet werden. Hierbei verwenden Sie am besten eine Rüttelplatte.
  4. Anschließend tragen Sie das Edelsplitt-Bett auf – der Splitt wird mit einer Höhe von ca. 5 cm auf die Schotterschicht aufgebracht. Mit Führungsschienen, Abziehschienen oder einem Einebnungsschieber gestalten Sie das Splittbett eben.
  5. Dann richten Sie die Sandsteinplatten aus – Platte für Platte wird nun auf den Edelsplitt gelegt. Mit einem weißen Gummihammer klopfen Sie sie dann leicht an.

Natürlich können Sie Sandsteinplatten auch auf andere Verlegearten auf Terrasse und Balkon installieren. Lesen Sie hier alles über die feste Verlegung mit Einkornmörtel und die Stelzverlegung von Natursteinplatten – letztgenannte ist ideal für Balkone und Dachterrassen.

Von der Sandsteinterrasse: Blick in den GartenDie feste Verlegung mit gebundener Fuge ist auch eine Variante für Sandsteinplatten im Outdoorbereich.

Info: Sandsteinplatten & -fliesen schneiden

Was tun, wenn man für Ecken, Ränder oder Sockelleisten Fliesen und Platten in anderen Formaten braucht? Keine Sorge, das Schneiden von Sandstein ist gar nicht so schwer, wenn man das richtige Werkzeug zur Verfügung hat. Besonders exakt wird es mit einem Nassschneidetisch mit Diamantsägeblatt, aber auch mit einem Winkelschleifer können Platten und Fliesen gut zugeschnitten werden. Übrigens: die Geräte können Sie problemlos aus einem Baumarkt oder bei einem professionellen Mietservice ausleihen.

Trotzt Sandstein Schnee, Frost & Co.?

Entscheidende Frage – sind Sandsteinplatten frostsicher oder muss man hier bei richtig kalten Temperaturen bangen? Keine Sorge – alle Natursteinplatten im Sortiment von jonastone sind auf ihre Frostfestigkeit geprüft. Bei fachgerechter Natursteinverlegung kann man auch bei extremen Witterungsverhältnissen bei der Sandsteinterrasse ganz unbesorgt sein.

Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

Geschrieben von:

Maitreya Dittmers ist im Online-Redaktionsteam von jonastone. Sie informiert über aktuelle Wohntrends, spannendes Hintergrund-Wissen, attraktive Looks mit Fliesen und Platten und hält Sie auf den sozialen Netzwerken über jonastone-News auf dem Laufenden.

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