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    Terrassenplatten auf Schotter und Splitt verlegen

    Natursteinplatten lassen sich im Splittbett leicht verlegen

    Selber verlegen - das bedeutet nicht nur stolz zu sein auf die eigene Leistung, sondern auch bares Geld zu sparen! Und die Verlegung von Terrassenplatten auf Splittbett ist auch für den DIY-Handwerker machbar. Terrassenplatten aus Naturstein oder Feinsteinzeug können generell auf unterschiedliche Weise verlegt werden -  Vorteil der Splittverlegung ist, dass die Platten jederzeit wieder leicht ausgetauscht werden können und die Verlege-Methode relativ einfach und preisgünstig ist. Da eine fachgerechte Verlegung essentiell für die Frostbeständigkeit und die lange Haltbarkeit von Terrassenplatten ist, zeigen wir, auf was Sie achten sollten. Falls Sie sich zuerst einmal grundsätzlich über die Verlegung von Terrassenplatten und die unterschiedlichen Fugen-Arten informieren möchten, so lesen Sie dies in unserem Magazin-Artikel Natursteinplatten verlegen.

    Vorarbeiten für das Verlegen von Terrassenplatten

    • Verlege-Muster und Formatgröße wählen

    Schon bei der Bestellung der Natursteinplatten gilt es zu überlegen, welches Verlege-Muster zu Ihrer Terrasse passt und welche Formatgröße die Platten haben sollen. Große Formate haben den Vorteil, dass der Naturstein noch besser zur Geltung kommt, da weniger Fugen zu sehen sind. Kleinere Formate sind meist etwas günstiger zu bekommen. Nicht nur die Formatwahl, sondern auch das Verlege-Muster folgt Ihrem Geschmack und Ihrem Einrichtungs-Stil: Wer sich eine Terrasse mit mediterranem Flair wünscht ist mit dem aus Italien stammenden Verlegeformat, dem Römischen Verband, gut beraten. Der Römische Verband lockert das Gesamtbild der Terrassenfläche auf und wirkt interessant und abwechslungsreich. Wer es moderner und geradliniger mag, wählt den Halbverband oder den Drittelverband. Mehr über die häufigsten Verlegemuster lesen.

    Terrasse mit Travertinplatten Gold
    Für die Terrassenplatten Travertin Gold wurde das mediterran anmutende Format "Römischer Verband" gewählt

    Tipp: Überprüfen Sie die Platten am Besten gleich bei der Lieferung auf Vollständigkeit, Beschädigung und korrekte Format-Maße. Wenn die Terrassenplatten schon verlegt wurden, können sie schwerlich reklamiert werden.

    • Terrassenunterbau

    Als Vorarbeit für die Verlegung von Terrassenplatten muss der entsprechende Terrassenunterbau hergestellt werden, der ein Gefälle von 2-3 % aufweisen sollte. Je nach Gegebenheit ist dies eine Schottertragschicht oder eine Betonplatte. Während bei einer Splitt- und Schottertragschicht das Wasser automatisch abfließen kann, muss bei einer Betonplatte mithilfe einer Drainagematte das Wasser z.B. seitlich abgeführt werden.

    Ein Mitarbeiter überprüft eine Lieferung Natursteine
    Vor dem Verlegen wird die Naturstein-Lieferung überprüft und die Platten für die Verlegung sortiert

    Splittbett anlegen

    Für Natursteinplatten sollte nicht irgendein Splitt verwendet werden, sondern Edelsplitt. Unter Edelsplitt versteht man geläufig Granit- und Basaltsplitt. Andere Splitte oder gar Riesel könnten durch ihre leicht lösbaren Mineralien / Eisenverbindungen über die Kapillarwirkung bis an die Plattenoberseite gelangen und zu Verfärbungen (Ausblühungen) des Natursteins führen. Wählen Sie Splitt mit einer Körnung von 2/5mm, 0/8mm oder 5/8mm (je nach Beschaffenheit des Bodens).

    Als ersten Schritt werden Führungsschienen (oder Abziehschienen) gesetzt. Spannen Sie zusätzlich eine Maurerschnur, um später kontrollieren zu können, dass die Fugen in der Flucht verlaufen. Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen sind, wird der Splitt auf die Fläche aufgeschüttet und mit einer Wasserwaage entlang der Führungsschiene abgezogen. Das Splittbett sollte mindestens eine Höhe von ca. 30-50 mm haben (plus entsprechendes Gefälle, das idealerweise schon im Untergrund angelegt wurde). Dies gewährleistet eine gute Wasserabführung und wirkt kapillarbrechend (schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit).Überprüfen Sie mit einer Wasserwaage, dass das Gefälle vom Haus zum Rasen 2-3 % beträgt, damit Regenwasser auf den Terrassenplatten abfließen kann. Dies ist eine der wichtigsten Vorkehrungen gegen eindringende Feuchtigkeit in Terrassenplatten und der Hauswand.

    Edelsplitt zur Verlegung von Natursteinplatten
    Edelsplitt eignet sich am besten für die Verlegung von Natursteinplatten

    Terrassenplatten auf Splitt legen

    Je nach Verlegmuster, Format und angelegter Fläche beginnen Sie die Verlegung von der Hauswand aus, der Mitte oder bei den Kantensteinen. Legen Sie die Platten auf das Verlegebett und klopfen Sie eine nach der anderen mit einem hellen Gummihammer an. Wenn Sie die Natursteinplatten press, also fugenlos verlegen, sollten Sie bei dieser Sonderkonstruktion darauf achten, dass die Platten nicht zu eng eingespannt werden. Durch Temperaturschwankungen kann es zu Materialausdehnung und in Folge dessen zu Kantenabplatzungen kommen. Achten Sie daher auf ausreichend Bewegungsfugen. Verlegen Sie die Platten mit einer Fuge, können Sie Fugenkreuze als Abstandshalter nutzen und so für die Gleichmäßigkeit der Fugenbreiten sorgen. Die Fugen werden je nach Gesteinsart und Kantenbearbeitung später mit Ziersplitt oder Quarzsand gefüllt (ungebundene Fuge). Eine gebundene Pflasterfuge ist ebenfalls möglich, allerdings in Kombination mit einer festen Verlegung.

    Wasserwaage zum Verlegen von Travertinplatten
    Liegen die Travertinplatten im Splittbett wird mit der Wasserwaage überprüft, ob sie eben sind und evtl. nachgebessert

    Tipp: Mischen Sie während der Verlegung Terrassenplatten aus unterschiedlichen Lieferkisten, um ein einheitliches Gesamtbild zu bekommen. Naturstein ist ein Naturprodukt und Farbschwankungen und Helligkeitsunterschiede sind kein Makel, sondern ganz normal und machen den Reiz dieses Naturmaterials aus.

    Verlegung von Terrassenplatten Travertin Gold
    Mit Hilfe der gespannten Richtschnur wird überprüft, ob die Fugen in der Flucht verlaufen

    Natursteinplatten zuschneiden

    Sie müssen an Ecken oder am Rand Terrassenplatten zuschneiden? Naturstein wird am Besten mit einem Nassschneidetisch geschnitten. Die Bedienung des Tisches ist relativ einfach, jedoch sollten ein paar Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Informieren Sie sich über das Schneiden von Naturstein in unserem Magazin.

    Einfassung der Terrassenplatten

    Generell ist eine Einfassung der Natursteinplatten zu empfehlen, um kippelnden Terrassenplatten oder einem Absacken des Splittbetts vorzubeugen. Sie können z.B. aus einer Vielzahl an Randsteinen auswählen, die sich als optisch schönen Übergang zum Rasen eignen. jonastone bietet z.B. passende Kantensteine zu den Travertin-Platten im Sortiment an.
    Wer eine „unsichtbare“ Einfassung möchte, kann die Plattenfläche mit einem Mörtelkeil befestigen oder die äußere Platten-Reihe fest im Drainage-Mörtel verlegen. Eine weitere Option ist die Verwendung von Edelstahl- bzw. Kunststoffprofilen am Rand der Terrassenplatten. Ist der Rasen angewachsen, ist von der Einfassung nichts mehr zu sehen und Sie haben einen nahtlosen Übergang zum Garten. Mehr dazu in unserem Artikel Terrasse einfassen leicht gemacht.

    Travertin Gold im Gegenlicht
    Kantensteine für die Einfassung der Travertinterrasse

    Weitere Verlege-Arten für Terrassenplatten

    Lesen Sie mehr über die Verlegung von Terrassenplatten, z.B. über die Verlegung im Mörtelbett. Das Verlegen im Mörtelbett ist zwar nicht so preiswert, wie die Splittbett-Verlegung dafür aber dauerhaft stabiler.

     

    Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

    Foto der Redaktionsmitarbeiterin Tabea Salzer

    Tabea Salzer

    hat viele Texte und Fotos für das Magazin von jonastone verfasst. In Videos zeigt sie Verlege-Tutorials und Gestaltungsideen zum Einrichten mit natürlich schönen Fliesen und Platten. Klicken Sie dazu auch auf den YouTube-Kanal von jonastone!