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Granit ist der am häufigsten genutzte Naturstein und die Geschichte seiner Verwendungen beginnt schon im Altertum. Vor allem im Mittel- und Nordeuropäischen Raum sind bedingt durch die vergangenen Eiszeiten große Findlinge aus Granit sehr verbreitet. Schon früh wurden diese Findlinge in Steingräbern und in vorchristlichen Kultstätten verbaut.
Die Hinkelsteine, die Obelix immer mit sich herumträgt, werden wohl auch aus Granit sein. Denn das kleine gallische Dorf steht in der Bretagne, welche bekannt ist für ihre am Meer gelegenen Granitklippen.
Seine guten Eigenschaften und seine Bekanntheit machte Granit schon früh zum Gegenstand von Sprichwörtern. So wird ein sehr harter Werkstoff als "hart wie Granit" bezeichnet. Früher war die Härte von Granit gleichzeitig Segen und Fluch, da das Gestein eine sehr hohe Verschleißfestigkeit aufwies, aber auch sehr schwer zu bearbeiten war. Zum Einsatz kam Granit z.B. als Mühlstein.
Mit den heutigen Maschinen und Produktionsmethoden ist Granit deutlich leichter abbaubar und verarbeitbar. Durch seine weite Verbreitung und die besseren Gewinnungsmethoden ist Granit mittlerweile relativ kostengünstig und auch für den Privatmann gut erschwinglich.

Gerne wird Granit als Baustoff für repräsentative Gebäude und Bauwerke verwendet. Die Robustheit und die individuelle Optik machen das Gebäude langlebig und natürlich schön. Als Beispiel sei hier das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig erwähnt, ein 91 Meter hohes und 300.000 Tonnen schweres Granitbauwerk, das zu Ehren der Toten errichtet wurde, die in der Schlacht gegen die Truppen von Napoleon im Oktober 1813 gefallen sind. Das Bauwerk wurde von 1898 bis 1913 erbaut und bedurfte seitdem nur geringer Pflege.

Bei Bauwerken wird Granit in zwei Formen eingesetzt; Gebäude werden komplett aus Granitsteinen erbaut oder sie bekommen eine Fassade aus Granit. Granit wird aber nicht nur zum Bauen benutzt. Im Prinzip ist jede Anwendung denkbar.
Seine technischen Eigenschaften machen Granit sehr beliebt für den Straßen- und Gleisbau. Das Gestein kommt dort in gebrochener Form als Schotter und Splitt zum Einsatz. Sehr fein gebrochener Granit wird als Granulat verwendet. Granitgranulat wird z.B. auf Kunststeine und Beton aufgetragen, um eine natürliche und raue Oberfläche zu erzeugen.
Auf öffentlichen Wegen findet man Granit als Gehwegplatten und als Rand- und Bordsteine. Gerne werden auch robuste Pflastersteine aus Granit verbaut.
Im Garten bietet sich die Verlegung von Granitplatten auf Terrassen und Wegen an. Für die weitere Gestaltung können auch Blockstufen und Palisaden aus Granit eingesetzt werden. Für die Umzäunung des Grundstücks kann Granit in Form von Mauersteinen und Zaunpfosten verwendet werden. Für Mauern und Sockel sind Abdeckplatten aus Granit ideal.
Egal ob am Haus oder im Haus Granittreppen sind robust und sehr langlebig.
Im Haus überzeugen Granitfliesen insbesondere dort, wo eine einfache Pflege gewünscht wird. Auch als Wandfliesen, z.B. im Bad, findet Granit seine Verwendung.
Eine häufige Anwendung sind Granit-Arbeitsplatten, in der Küche oder als Auslage in Restaurants und Geschäften. Auch als Tischplatte oder als Fensterbank überzeugt Granit durch seine Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz und Flecken.
Wenn es um Verzierungen und Zierobjekte aus Granit geht, kann man seiner Fantasie freien lauf lassen. Figuren, Statuen, Plastiken, alles ist möglich, Wasserbecken und Vogeltränken, Gartenbänke oder unbearbeitet als Findling. Es sind auch so exotische Anwendungen wie Teller aus Granit möglich.

Granit besteht im Wesentlichen aus den Mineralen Quarz, Feldspat und Glimmer. Diese drei Minerale bestimmen die Eigenschaften des Gesteins. Im Allgemeinen gilt, dass Quarz für die Festigkeit verantwortlich ist, Feldspat bestimmt die Farbe und Glimmer beeinflusst die Anfälligkeit gegenüber äußeren Einflüssen.
Granit ist ein sehr hartes und dichtes Gestein. Auch bei langer Beanspruchung sind auf dem Stein keine Lauf- oder Abnutzungsspuren erkennbar. Granit nimmt kaum Wasser auf und ist unempfindlich für Flecken. Seine Eigenschaften machen Granit sehr pflegeleicht und hygienisch unbedenklich, ideal für den Innenbereich. Granit ist wetterfest und frostbeständig und damit auch problemlos im Außenbereich einsetzbar.
Seine spezifische Dichte von 2,6 – 2,8 g/cm3 macht Granit zu einem mittelschweren Baustoff.

Granite sind mittel- bis grobkörnige Gesteine mit einer richtungslosen und homogenen Mineralverteilung. Sie weisen im Unterschied zu Sandsteinen und Schiefern keine Schichtung oder Schieferung auf. Diese homogene Textur verleiht Graniten eine sehr gleichmäßige Optik. Im Unterschied zu der homogenen Textur können Granite vielfältige Farben annehmen. Der "Standard" Granit ist hell- bis dunkelgrau. Abhängig von den enthaltenen Feldspäten und anderen Mineralen gibt es auch verschiedene rote und braune Farben, seltener sind grüne und blaue Farben. Die grauen Granite haben manchmal auch eine mehr oder weniger starke Gelbfärbung. Diese Färbung entsteht durch Prozesse, die nach der Ablagerung auftreten. Diese Prozesse sind nicht ungefährlich für die technischen Eigenschaften des Gesteins. Während schwache Gelbfärbungen noch unbedenklich sind, haben Granite mit starken Gelbtönen in der Regel schlechte technische Eigenschaften.
Die Gelbfärbung entsteht durch die Umwandlung der ursprünglichen Minerale in andere Minerale. Feldspäte und Glimmer wandeln sich in Tonmineralen um, was zu einer deutlichen Verringerung der Festigkeit des Gesteins führt. Zudem wird aus den Glimmern und aus im Granit enthaltenen Erzmineralen Eisen gelöst, welches sich in fein verteilten Hämatit- und Limonit-Körnchen (Eisenoxide) wieder im Gestein ablagert. Dies kann zu einem erhöhten Rostrisiko führen.

Die hohe Härte und Homogenität von Granit bedingen seine gute Verarbeitbarkeit. Granit ist sehr gut schleif- und polierbares Gestein und hat eine sehr gute Polierbeständigkeit. Alle Arten von Be- und Verarbeitungen sind beim Granit denkbar, mit Ausnahme vielleicht von Spalten. Spalten setzt eine Vorzugsorientierung voraus, was Granit nicht besitzt. Die grobe Bearbeitung erfolgt durch sägen, bohren und brechen. Fein- und Nacharbeiten werden oft mit Hammer und Meisel ausgeführt. Für die Bearbeitung der Oberflächen sind keine Grenzen gesetzt. Glatte Flächen werden geschliffen und poliert, raue Oberflächen werden z.B. gestockt, gebürstet oder geflammt.
Insbesondere das Flammen ist sehr beliebt. Beim Flammen wird die Oberfläche mit einer sehr heißen Flamme bearbeitet. Nach kurzer Zeit platzen einzelne Mineralkörner ab (bedingt durch die unterschiedlich schnelle Erwärmung der Minerale). Dadurch entsteht eine sehr raue Oberfläche. Die raue Oberfläche kann anschließend durch Bürsten wieder etwas geglättet werden.

Granit ist ein sehr häufig auftretendes Gestein, neben Basalt das am häufigsten auf der Erde vorkommende Gestein. Vor allem in Hoch- und Mittelgebirgen sind Granitvorkommen zu finden. Besonders beliebt sind hellgrau-weiße und rote Sorten.
In Deutschland gibt es Granitvorkommen im Bayrischer Wald, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Harz, Brockengebiet, Oberlausitz, Oberpfälzer Wald, Odenwald, Schwarzwald und Thüringer Wald. Granit wird nicht nur in Deutschland sondern weltweit abgebaut. Es werden viele bekannte Marken gehandelt.
Aus Finnland kommen verschiedene rot bis rotbraune Granite. Namentlich sind das die Marken Balmoral, Baltic Brown, Baltic Red und Carmen Red.
Spanien und Italien (Sardinien) liefern vor allem sehr helle Granite. Bianco Sardo, ein hellgrauer Granit, und Rosa Beta, ein grau-rosafarbener Granit, werden in Sardinien abgebaut. Blanco Cristal und Blanco Castilla sind hellgraue, fast weiße Granite, die wie Rosa Porriño (rosafarben) aus Spanien kommen.
In Frankreich werden grau-weiße (Clair Du Tarn) und rot-braune Granite (Rose de la Clarté) abgebaut.
Weitere bekannte Granite kommen aus Polen (Strzegom, dunkelgrau), Schweden (Gotic Red, rot-braun), den USA (Bethel White, hellgrau) und Brasilien (Asa Branco, hellgrau).

Granite gehören zu den Tiefengesteinen. Tiefengesteine sind Gesteine, die sich innerhalb der Erdkruste in Tiefen von 2 km und tiefer ablagern. Sie bilden sich durch die Erstarrung von flüssigen Gesteinsschmelzen, die aus Tiefen von mehr als 20 km aufsteigen. Die für Granit verantwortlichen Gesteinsschmelzen entstehen bei Temperaturen von 650 bis knapp 1000 °C. Die Schmelzen entwickeln sich nicht aus flüssigem Material aus dem Erdmantel sondern aus aufgeschmolzenem Material der unteren Erdkruste. Von der Entstehung der Gesteinsschmelze über den Aufstieg der Schmelze bis zur Erstarrung der Gesteinsschmelze vergehen mehrere Millionen Jahre. Noch länger dauert es, um die Granite an die Erdoberfläche zu bringen. Es bedarf dafür einer Hebung der Erdkruste und der Abtragung der darüber befindlichen Gesteine. Durch die Hebung der Gesteine bilden sich in den Granitkörpern ein Netzwerk von Rissen (Klüften) aus, welches den Granit in Blöcke zerteilt.
Eben dieses Netzwerk von Klüften hat großen Einfluss auf einen Prozess, der oftmals nach der Erstarrung der Gesteinsschmelze einsetzt, die Alteration. Alteration bedeutet Umwandlung. Durch chemische Prozesse werden die ursprünglichen Minerale verändert oder gar komplett umgewandelt. Dies hat große Bedeutung auf die technischen Eigenschaften des Gesteins. Je stärker die Alteration ist, desto schlechter lässt sich der Granit als Baustoff und Naturstein einsetzen (siehe Erklärung zur Gelbfärbung).
Erreichen die Granite die Eroberfläche setzen Verwitterung und Abtragung des Gesteins ein. Durch Verwitterung zerlegt sich das Gestein in seine einzelnen Körner, wobei Quarz und Feldspat als Sand zurückbleiben und Glimmer komplett verschwindet. Dies ist ein sehr lang andauernder Prozess, aber insbesondere in warm-feuchten Klima kann die Verwitterung sehr stark sein. Bei genügend langer Zeitdauer reicht die Verwitterung dort bis zu 100 m in die Tiefe.
In ariden Gebieten (Wüsten) mit sehr starken Temperaturschwankungen zerbröselt Granit nach längerer Zeit. Die drei Hauptminerale (Quarz, Feldspat, Glimmer) dehnen sich in der Hitze unterschiedlich stark aus und werden dadurch von der Oberfläche abgesprengt. Es bilden sich ganze Landstriche aus, die mit mehrere Meter großen, runden Granitblöcken bedeckt sind. Die Blöcke weisen eine sehr raue Oberfläche auf. Die Überreste der abgesprengten Minerale bilden einen sandigen Boden, der als Granitgrus bezeichnet wird.
Stark verwitterte Granite sind technisch nicht mehr stabil und können nicht als Baustoff verwendet werden. Die Verwitterung kann soweit gehen, dass man das Gestein mit der Hand zerbröseln kann.

Für den interessierten Leser folgen noch einige weiterführende Erklärungen.

Der Prozess der Alteration hat wie beschrieben großen Einfluss auf die Eigenschaften von Granit. Was passiert also bei der Alteration?
Beim Transport der Granite an die Erdoberfläche erfährt das Gestein häufig großen Druck. Der Druck verursacht im Gestein Mikrorisse, auf denen sich Wässer (Fluide) bewegen können. Die Fluide können Überreste von Gesteinsschmelzen sein oder schon vorher in dem Bereich der Granitplatznahme vorhanden gewesen sein. Die Fluide sind meistens sehr aggressiv und werden durch die Abkühlung des Granits noch zusätzlich aufgeheizt. Den heißen und aggressiven Fluiden, die auf den Mikrorissen zirkulieren, haben die ursprünglichen Minerale des Granits nicht viel entgegen zu setzen. Durch die Alteration wandeln sich Feldspat und Glimmer in Tonminerale um. Im Granit fein verteilte Erzminerale werden aufgelöst und lagern sich als Eisenoxide wieder auf den Rissen ab. Unter bestimmten Bedingungen können durch Alteration auch abbauwürdige Erzlagerstätten entstehen.

 

Wo entsteht Granit? Was für Granite gibt es?
Die Entstehung von Granit ist an bestimmte geologische (plattentektonische) Bedingungen geknüpft. Granite entstehen primär an Subduktionszonen, wo ozeanische Kruste unter kontinentale Kruste untertaucht. Auf der überliegenden Kontinentalplatte entsteht durch die Stauchung ein Gebirgszug (z.B. Anden in Südamerika). Die abtauchende (ozeanische) Platte wird in der Tiefe aufgeheizt, wobei wasserreichen Sedimente aufgeschmolzen werden. Es entstehen saure Schmelzen, die beim Aufsteigen einen Granit ausbilden.
Granit bildet sich auch wenn kontinentale Kruste unter kontinentale Kruste untertaucht und hohe Gebirge entstehen (z.B. Himalaja). Dabei werden in der Unterkruste Gesteine aufgeschmolzen; aus den aufsteigenden Schmelzen bilden sich Granite und andere Tiefengesteine. Sehr selten entsteht Granit bei der Bildung von Grabenstrukturen (z.B. Ostafrikanisches Graben-System).
Je nachdem was für Gesteine für die Bildung der Granitschmelze aufgeschmolzen wurden, unterscheidet man I-Typ und S-Typ Granite. I-Typ Granite entstehen aus magmatischen Gesteinen (engl. igneous), S-Typ Granite bilden sich aus Sedimenten.

Tiefengesteine und Granite können auch nicht homogene Texturen haben. In diesen speziellen Tiefengesteinen haben die Minerale unterschiedliche Größen und werden teilweise extrem groß.
Sind die Gesteinsschmelzen sehr reich an Fluiden, entstehen Granit-Pegmatite. In Pegmatiten werden die Kristalle deutlich größer als in normalen Graniten, bis über einen Meter groß. Pegmatite unterscheiden sich in der Regel auch durch ihre Chemie von normalen Graniten. Sie sind häufig reich an Erzmineralen und teilweise auch an Edelsteinen, meistens aber in nicht ökonomischen Mengen.
Kühlen Granite sehr rasch ab, entstehen sehr feinkörnige Gesteine, in dem sich einzelne große Körnern befinden. Die größeren Körner sind meisten Feldspäte, welche als erstes bei der Erstarrung der Schmelze auskristallisieren. Gesteine mit dieser Art von Textur nennt man Porphyre.

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