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Teilgebundene Verlegung von Terrassenplatten

Einfach und praktisch: Verlegung im Splittbett mit Drainfuge

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Viele Wege führen zum Ziel – das gilt auch für das Verlegen von Terrassenplatten aus Naturstein oder Feinsteinzeug. Dabei erfreut sich vor allem die lose Verlegung von Platten großer Beliebtheit. Sie ist preisgünstig und relativ einfach zu handhaben. Der Nachteil zur aufwändigeren festen Verlegung und Verfugung der Platten im Mörtelbett ist jedoch, dass sich die Platten bei der losen Verlegung durch punktuelle Belastungen verschieben können. Zudem können sich in den Zwischenräumen der Fugen Ameisen und Unkraut ansammeln.

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Daher bietet sich für Terrassenplatten die sogenannte „teilgebundene Verlegung“ an: Sie ist ähnlich einfach in der Durchführung wie die lose Verlegung und punktet mit einer wasserdurchlässigen Verfugung, der Drainfuge. Unkraut und lästige Krabbeltiere können so vermieden werden und das Gesamtbild wirkt gepflegt. Dazu sind die Platten durch die Verzahnung mit Mörtel im Splittbett besonders fest und „kippeln“ nicht. Diese Verlegeart vereint die Vorzüge der losen und der gebundenen Verlegung.

Wie gehen Sie bei der teilgebundenen Verlegung vor? Erfahren Sie es Schritt für Schritt in diesem Beitrag!

Platten teilgebunden verlegen step by step

Foto einer Rüttelplatte auf einer Baustelle, die zur Verdichtung der Schottertragschicht verwendet wird
Die Rüttelplatte zur Verdichtung von Erdreich und Schotter kann in Baumärkten ausgeliehen werden.
  1. Zunächst planen Sie die Fläche der Terrasse und stecken sie sie ab, wobei Sie 20 cm Arbeitsfläche zusätzlich mit einberechnen sollten.
  2. Nun geht es zum Terrassenunterbau. Der Aushub des Bodens sollte 30 – 35 cm tief sein.
  3. Dann wird das Erdreich mit einer Rüttelplatte verdichtet. Darauf kommt eine Schicht Schotter (20-25 cm), die ebenfalls mit der Rüttelplatte verdichtet werden. Wichtig: Beim Anlegen der Schottertragschicht ein Gefälle von 2-3 % berücksichtigen, um den Wasserabfluss zu gewährleisten.
  4. Danach Edelsplitt (3-5 cm) auf die Fläche aufschütten und abziehen.

Bei der losen Verlegung werden die Terrassenplatten nun in das Splittbett gelegt. Hier setzt jetzt auch der Prozess der teilgebundenen Verlegung an:

  1. Jetzt die Platten rückseitig im Buttering-Verfahren mit großer Zahnleiste (12-14 mm) mit Fliesenkleber bestreichen und ins Splittbett legen. Mit einem Gummihammer leicht anklopfen und die Platten so fixieren. Am Rand der Verlegefläche eine Dehnungsfuge einplanen.
  2. Dann erfolgt die Verfugung mit zähelastischem Fugenmaterial (wir empfehlen Sopro Solitär F 20). Die Fugenmischung mit Hilfe eines Wasserschlauches und eines Gummischiebers in die Fugen einbringen.
  3. Nun die Terrassenfläche von Verschmutzungen reinigen. Bei Naturstein können Sie dann eine Imprägnierung aufbringen.

Wenn die Terrasse auf einer schon vorhandenen Betonplatte errichtet werden soll, wird beim Terrassenunterbau mit einer Drainagematte gearbeitet, die für den Wasserabfluss zuständig ist. Dann mit der Edelsplittschicht und den weiteren Punkten wie beschrieben die teilgebundene Verlegung durchführen. 

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Verfugung bei der teilgebundenen Verlegung - keine Chance für Unkraut oder Ameisen

Warum die Unterseite der Platten mit Kleber bestreichen?

Eventuelles Verschieben der Platten oder „Kippeln“ bei einzelnen Platten kommt bei der losen Verlegung von Terrassenplatten immer wieder vor. Bei der teilgebundenen Verlegung, bei der die Plattenunterseiten mit Fliesenkleber bestrichen werden, handelt es sich um eine sogenannte kraftschlüssige Verbindung zum Splittbett-Unterbau. Das heißt, dass die Bewegung der Bindungspartner (Platten und Splittbett) durch Haftreibung verhindert wird. Wichtig ist bei der teilgebundenen Verlegung, dass der verwendete Splitt (wir empfehlen Edelsplitt) gebrochen und scharfkantig ist. So erfolgt nach dem Abziehen und Verdichten eine Verzahnung der einzelnen Körner. Nach mehreren Stunden sind die Platten ausgehärtet und lassen sich nun nicht mehr verschieben. Die Platten sind nun mit dem Unterbau verbunden und haben mehr Masse und eine Verzahnung im Edelsplittbett erhalten. Sie sind stabil und fest und Wippeffekte sind nun nicht mehr möglich.

Vorteile der teilgebundenen Verlegung mit Drainfuge

Noch einmal kurz und knapp für Sie zusammengefasst: das sind die Vorteile der teilgebundenen Verlegung mit wasserdurchlässigen Drainfuge (wir empfehlen Sopro Solitär F 20).

  • Einfach durchführbar
  • Stabilität der Platten durch Verzahnung mit dem Edelsplittbett
  • Die Drainfuge ist bereits ab 3 mm Fugenbreite einsetzbar
  • Gepflegtes Fugenbild ohne Unkrautbildung und Ameisen
  • Die Fuge ist frostsicher und tausalzbeständig
  • Sauberes und einheitliches Gesamtbild der Fläche

Weitere Möglichkeiten: lose, feste Verlegung & Stelzverlegung

Neben der teilgebundenen Verlegung gibt es auch immer noch die Möglichkeit, die Terrassenplatten lose auf Schotter und Splitt zu verlegen. Auch die feste Verlegung der Platten in Einkornmörtel auf eine Schottertragschicht ist eine Option, die allerdings etwas aufwändiger ist als die teilgebundene Verlegung. Auch bei der festen Verlegung wird mit einer wasserdurchlässigen Drainfuge gearbeitet. Schließlich können Sie sich bei den Verlegearten auch für die Verlegung Ihrer Platten auf Stelzlager oder Mörtelsäckchen entscheiden.

Hinweis: Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

Zuletzt aktualisiert: 30.09.2020
Foto der Redaktionsmitarbeiterin Maitreya Dittmers
Autorin:
Maitreya Dittmers
ist im Online-Redaktionsteam von jonastone. Sie informiert über aktuelle Wohntrends, spannendes Hintergrund-Wissen, attraktive Looks mit Fliesen und Platten und hält Sie auf den sozialen Netzwerken über jonastone-News auf dem Laufenden.