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Verlegung: Dünnbett, Mittelbett oder Dickbett?

Verlegearten für Naturstein im Überblick

Betonplatte und Dickbettverlegung

Ein traumhaft schöner Boden ist das Fundament für eine individuelle Innenraumgestaltung oder die ganz persönliche Wohlfühlterrasse. Der Naturstein ist  ausgesucht, die Fläche geplant und der Boden mit einer Grundierung vorbereitet: Aber wie genau werden Natursteinplatten und Natursteinfliesen jetzt am besten an Ort und Stelle verlegt? Konkret gesagt: Welche Art der Verlegung soll es sein? Damit Sie die richtige Verlegungevariante für Ihren Naturstein finden, stellen wir hier Verlegung im Dünnbett, Dick- und Mittelbett einander gegenüber, zeigen  Unterschiede und Vorteile auf und geben praktische Tipps. 

Faktoren, die die Verlegung bestimmen

Wenn es ums Verlegen geht, sollte man ein paar Faktoren immer im Hinterkopf haben, da diese für die Verlegeart maßgebend sind: Um welchen Naturstein handelt es sich konkret, welche Eigenschaft hat er? Natursteinplatten oder Fliesen aus Kalkstein, Travertin oder Granit bringen andere Voraussetzungen mit als beispielsweise ein rustikaler Schiefer mit ausgeprägten Schieferungen. Unterschiede liegen hier z.B. in der Maßhaltigkeit (also Dicke und möglichen Höhenunterschieden zwischen einzelnen Platten und Fliesen), den Formaten sowie der Beschaffenheit des Untergrundes ab. Klingt kompliziert? Sie werden sehen: Die Unterscheidung ist ganz einfach: 

Dünnbett: Beste Wahl bei kleineren, maßhaltigen Formaten

Das Dünnbettverfahren ist heute das am weitesten verbreitete Verfahren der Fliesen- und Plattenverlegung. Für die Verlegung von Naturstein ist es die Methode, die dem heutigen Stand der Technik entspricht. Bei der Verlegung im Dünnbett werden Fliesen- oder Platten, unter Verwendung eines Dünnbettmörtels bei einer Dicke des Naturstein-Fliesenklebers von 2 bis 6 mm Stärke, (gemessen am fertig verlegten Bodenbelag), verlegt. 

Diese Verlegeprinzip verwenden bei…

… bei Natursteinfliesen und -platten von kleinerem bis mittlerem Format, da Höhendifferenzen zu angrenzenden Platten nur schwer zu vermeiden sind. 

… maßhaltige Fliesen oder Platten verarbeitet werden. Also mit einer  Stärken 7-12 mm und geringen Abweichungen der Fliesendicke von ca. 1 mm. 

Vorteile 

Dank der geringen Anmachwassermenge (abgemessene Wassermenge zum Anrühren des Mörtels) für den Mörtel ist das Verfärbungsrisiko minimal. Große Flächen können sehr gut verlegt werden und auch die Trocknungszeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritt sind kurz, sodass auch eine schnelle Verfugung möglich ist.  

Sie wollen mehr über die Verlegung im Dünnbett im Innenbereich erfahren? 

Schauen Sie sich unser Verlegetutorial an

Fugenkreuze als AbstandshalterDas Dünnbett-Verfahren eignet sich besonders für kleine und mittlere Formate sowie maßhaltige Fliesen und Platten

Mittelbett: Bei etwas größeren Toleranzen und Formaten

Der Königsweg liegt in der Mitte? Die Verlegung im Mittelbett vereint jedenfalls die Vorteile 

der Dickbett- und der Dünnbettverlegung: Neben einer geringen Anmachwassermenge können auch Toleranzen im Untergrund oder Belag einfach ausgeglichen werden.

Die Dicke des Kleberbettes liegt in der Regel zwischen 5 und 20 mm. Beim Anmachen des Verlegemörtels ist darauf zu achten, dass die vom Hersteller vorgegebene Wassermenge genau eingehalten wird. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass die Platten im Mörtelbett absacken, was zu „Überzähnen“ und somit zu Stolperfallen führen kann. 

Dieses Verlegeprinzip wählen bei… 

…. großformatige Fliesen (ab einer Größe von ca. 45x90 cm) und Platten zu verlegen sind. 

… größere Maßtoleranzen ausgeglichen werden müssen.  

Vorteil

Ein charaktervoller Naturstein, wie Schiefer Black Rustic, mit stärkeren Maßtoleranzen soll verarbeitet werden? Bei der Verlegung im Mittelbett sind Differenzen in der Stärke der Platten oder Fliesen gut auszugleichen. 

Kundenfoto: Schiefer-Fliesen Mustang, verlegt im Wohnzimmer mit Frau, die Tulpen bringtMittelbett? Gute Wahl bei großen Formaten oder Fliesen und Platten mit größeren Maßtoleranzen!

Dickbett: Gut bei unebenem Untergrund und Co.

Galt die Verlegung im Dickbett früher als Standard-Verlegemethode für Naturstein und Keramik, wurde sie durch die Entwicklung und Verbesserung von Klebemörtel weitestgehend durch die Dünn- und Mittelbettverlegung ersetzt. Das hängt u.a. auch damit zusammen, dass eine Verlegung im Dickbett zeitaufwendiger ist, der Konstruktionsaufbau für den Boden höher und auch das Flächengewicht größer als beim Dünn- und Mittelbettverfahren ist. Durch den größeren Bedarf an Material ist die Verlegung im Dickbett auch teurer.  

Warum wird sie dann noch angewendet? 

Bei einer sehr unregelmäßigen Verlegefläche oder Platten und Fliesen mit ungleichmäßiger Stärke ist die Dickbettverlegung eine sinnvolle Wahl, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.  

Froschperspektive auf Schieferboden Black RusticGrößere Toleranzen, unebener Untergrund? Dickbettverlegung ist eine gute Option!

… und was ist mit dem Einbau einer Fußbodenheizung?

Egal ob es sich nun um einen Neubau handelt, oder eine (Altbau-) Sanierung: eine Fußbodenheizung gehört heute zur Innenausstattung des eigenen Hauses oder Wohnung einfach dazu. „Man muss sich nur klar machen: Je höher der Gesamtaufbau, desto länger die Aufheizphase“, erklärt jonastone Kundenberater Adalbert Lange. „Bei Dünnbett und Mittelbett werden die Fliesen einfach schneller warm.“ Verlegt wird die Fußbodenheizung im Estrich, eingebettet in einer Schicht aus für eine Fußbodenheizung geeignetem Mörtel. 

Katze liegt auf KalksteinfliesenEine wärmende Fußbodenheizung? Geht mit allen drei Verlegearten gut!

Exkurs: Was ist mit Fließbett und Fließbettmörtel?

Bei Fließbettmörtel handelt es sich um einen dünnflüssigeren, meist flexibleren Mörtel aus Zement und Kunstharzdispersion. Dieser hält Wasser stärker zurück und ermöglicht eine fast hohlraumfreie Einpassung von Fliesen und Platten in das Klebebett.

Vorteil: Da Fließbettmörtel (wie der Name es schon verrät) zerfließt, ergeben sich zwei große Vorteile: Die Aufbauhöhe ist  geringer als bei anderem Mörtel. Durch das „Verlaufen“ des Mörtels werden Hohlräume zwischen Mörtel und Naturstein geschlossen.  Deswegen kann man so auf das aufwendigere Buttering-Floating-Verfahren (hierbei werden Boden und Unterseite der Fliese mit Fliesenmörtel bestrichen) verzichten.

Es gibt für jeden Naturstein die passende Verlegevariante, die auch zu den räumlichen Gegebenheiten passt. Mit diesem Wissen sind Sie gut gerüstet, um die richtige Wahl zur Verlegung Ihres Traumbodens zu wählen.

Übrigens: Natursteinplatten werden sehr häufig outdoor auch lose (z.B. auf Splitt und Schotter) verlegt. Will man seine Terrasse z.B. im mediterranen Stil gestalten, ist diese Variante gerade in Kombination mit dem ausgeklügeltem Verlegemuster Römische Verband besonders beliebt.

Hinweis: Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich.

Verlegung auf SchottertragschichtEine gängige Verlege-Methode im Außenbereich: Blaustein Azur auf einer Schottertragschicht aus Edelsplitt

Geschrieben von:

Myriam Schmöe

Myriam Schmöe ist Online-Redakteurin bei jonastone. Sie ist auf Wohnmessen unterwegs und präsentiert regelmäßig die aktuellen Trends aus dem Wohnbereich. In den sozialen Netzwerken bietet sie unseren Kunden eine Plattform für den Austausch mit jonastone und anderen Naturstein-Liebhabern.

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