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Schieferplatten verlegen

Ganz einfach: Terrassenplatten aus Schiefer verlegen

Personen auf der Schiefer-Dachterrasse

Markante Strukturierungen und schöne Farben von Hellgrau bis hin zu dunklem Anthrazit – Schiefer ist ein Naturstein mit Charakter und verleiht Ihrem Outdoor-Bereich das gewisse Extra. Mit ihrer gespaltenen Oberfläche sind Terrassenplatten aus Naturschiefer auch haptisch ein sinnliches Erlebnis. Sie möchten als leidenschaftlicher Hobby-Heimwerker die Verlegung Ihrer Schiefer-Terrasse selbst in die Hand nehmen oder einfach wissen, wie dieser Vorgang Schritt für Schritt fachgerecht durchgeführt wird? In diesem Artikel erfahren Sie alle Infos zum Thema Schieferplatten verlegen.

Einfach & praktisch: Die lose Verlegung

Schieferplatten verlegen ist kein Hexenwerk – vor allem, wenn Sie die „ungebundene“ oder „lose“ Verlegungsvariante wählen. Hierbei werden die Terrassenplatten auf Edelsplitt und einer Schottertragschicht verlegt. Natursteinkleber kommt hier nicht zum Einsatz. Die Methode ist preisgünstig und hat den Vorteil, dass bei Bedarf Platten leicht ausgetauscht werden können.

Tipp: Keine Angst vor kalten, frostigen Wintern – die Schieferplatten im Sortiment von jonastone sind auf ihre Frostbeständigkeit geprüft. Wenn Sie Schieferplatten von einem anderen Händler beziehen, achten Sie auf darauf, dass das Material frostsicher ist.

RüttelplatteHilfreich zur Verdichtung der Schottertragschicht: eine Rüttelplatte.

Schieferplatten verlegen – step by step

So funktioniert die einfache und praktische Variante der losen Verlegung von Schieferplatten auf Schotter und Splitt bei einem Untergrund aus Erdreich.

  1. Mit Holzpflöcken und Schnüren stecken Sie ihre gewünschte Terrassenfläche ab. Falls Sie eine Randeinfassung für Ihre Schieferterrasse wünschen, berücksichtigen Sie dies bei der Fläche. Anschließend heben Sie den Boden mindestens 30 – 35 cm tief aus. Mehr Details zum Thema Terrassenunterbau hier lesen.
  2. Weist die zu belegende Fläche ein Gefälle von 2-3 % auf? Überprüfen Sie dies mit einer Wasserwaage oder einer Richtschnur – es ist wichtig, damit das ungehinderte Abfließen von Wasser möglich ist und keine Frostschäden entstehen.
  3. Bringen Sie nun die Schotterschicht auf – diese sollte 10 – 20 cm hoch sein. Danach verdichten Sie die Tragschicht, am besten mit einer Rüttelplatte. Dieses Gerät zur Bodenverdichtung kann man problemlos bei Baumärkten oder bei Online-Shops mieten.
  4. Anschließend den Edelsplitt auf die Fläche aufschütten. Davor können Sie Führungsschienen oder Abziehschienen setzen und eine Maurerschnur spannen, um zu kontrollieren, dass die Fugen in der Flucht verlaufen.
  5. Dann legen Sie die Schieferplatten lose auf das Edelsplitt-Bett. Klopfen Sie sie mit einem Gummihammer leicht an, um sie zu fixieren. Damit keine Farbspuren zurückbleiben, empfiehlt es sich, einen weißen Hammer zu verwenden. Planen Sie am Rand der Verlegefläche außerdem eine Bewegungsfuge ein.

Sie können die lose Verlegung auch bei einem schon vorhandenen Untergrund, wie einer Betonplatte, durchführen. Hierbei müssen Sie ebenfalls beachten, ob ein Gefälle vorhanden ist – wenn nicht, sollten Sie eines mit Estrich herstellen. Unter der Schottertragschicht sollte zusätzlich eine Drainagematte angebracht werden – für den Wasserabfluss. Alles zum Thema Verlegung auf Betonplatte lesen Sie hier.

Zeitschrift auf SchieferplattenDie lose Verlegung von Schieferplatten kann auf einem Untergrund von Erdreich oder einer Betonplatte durchführt werden - wichtig ist immer, auf ein Gefälle und guten Wasserabfluss zu achten.

Schiefer outdoor mit Mörtel verlegen

Es gibt auch weitere Möglichkeiten, Schieferplatten im Außenbereich zu verlegen. So können sie auch mit Verlegemörtel verklebt werden, dabei spricht man dann von fester oder gebundener Verlegung. Die feste Verlegung kann ebenfalls auf einer Schotterschicht oder auf einer Betonplatte durchgeführt werden. Bei dem Verlegemörtel sollte es sich um wasserdurchlässigen Einkornmörtel handeln. Hier erfahren Sie mehr zur Verlegung mit Einkornmörtel auf Schottertragschicht.  Auch hier zu beachten: Wenn Sie die Schieferplatten auf einem Betonuntergrund verlegen, sollte dieser gegen aufsteigende Feuchtigkeit von unten geschützt werden. Am besten verwenden Sie eine Drainagematte, die auf die Betonplatte aufgebracht wird – sie führt Wasser ab und schützt gegen mögliche Einwirkungen durch Frost & Co. Bei der gebundenen Verlegung sind zusätzlich zu einer Bewegungsfuge am Rand gegebenenfalls weitere Dehnungsfugen einzuplanen, um Spannungsschäden vorzubeugen.

Eine Drainagematte unter dem Mörtel unterstützt die Wasserableitung und hilft gegen unliebsame Ausblühungen & Co.

Info: Maßtoleranzen bei Schieferplatten

Je nach Schieferung und Spaltung kann es bei Schieferplatten zu höheren Maßtoleranzen kommen. Eventuelle Höhenunterschiede können bei der Verlegung ausgeglichen werden – entweder durch die Fugenbreite oder, falls die feste Verlegung durchgeführt wird, mit der Wahl eines tieferen Mörtelbetts (Mittelbett oder Dickbett).

Schieferplatten auf Stelzlager verlegen

Bei einer vorhandenen Betonplatte gibt es noch eine weitere, interessante Verlegemöglichkeit: Sie können die Schieferplatten auf Stelzlager, Plattenlager oder Mörtelsäckchen verlegen – diese Variante ist kostengünstig, einfach umsetzbar und eignet sich hervorragend für die Verlegung auf Dachterrassen oder Balkonen. Auch hier ist eine Bewegungsfuge am Rand der Verlegefläche einzuhalten. Sie möchten mehr über diese Verlegeart wissen? In unserem Artikel zur Stelzverlegung erfahren Sie alle Infos.

Praktisch und kostengünstig: Terrassenplatten auf Stelzlager oder Mörtelsäckchen verlegen. Bild: @Kenny / Fotolia.com

Format & Muster

Wegen der modernen Wirkung immer beliebter: dunkle Schieferplatten im Großformat. Das Verlegemuster hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf den Gesamteindruck der Schieferterrasse. Die Verlegung im Versatz, so der Halb- oder Drittelverband passt sehr gut zu den strukturierten Schieferplatten und lässt eine ausdrucksstarke und moderne Wirkung entstehen. Hier finden Sie eine Übersicht über die beliebtesten Verlegemuster.

Kundenfoto:Schiefer-Fliesen Mustang, verlegt im Treppenbereich / FlurSchieferfliesen im XXL-Format: modern und trendy. Auch das Verlegemuster trägt zur Gesamtwirkung bei.

Schiefer indoor verlegen, wie geht das?

Die anthrazitfarbenen und grauen Töne und die schönen Stukturierungen machen Schiefer auch für den Innenbereich zu einem beliebten Naturstein. Wie gehen Sie bei der Verlegung von Schieferfliesen am besten vor? Bei den Schieferfliesen im Sortiment von jonastone eignet sich die Verlegung im Dünnbett, haben Sie die Schiefer Fliesen Mustang im modernen Großformat gewählt, raten wir zu einer Verlegung im Mittelbett.  Wir von jonastone empfehlen die Verlegung mit dem Buttering-Floating-Verfahren. Dabei wird Verlegemörtel nicht nur auf den Estrich aufgetragen, der Kleber kommt auch auf die Rückseite der Fliesen, bevor sie ins Kleberbett gelegt werden. Mit dieser Vorgehensweise wird der Haftgrund verstärkt. Denken Sie auch an die Imprägnierung vor oder nach dem Verfugen. Auch die Farbe der Fugenmasse ist zu beachten – im Idealfall sollte sie farblich zu dem Schiefer passen.
Alle Infos zur Verlegung indoor leicht und verständlich zusammengefasst sehen Sie auch in unserem  Video-Tutorial zu Schiefer verlegen.

Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

Geschrieben von:

Maitreya Dittmers ist im Online-Redaktionsteam von jonastone. Sie informiert über aktuelle Wohntrends, spannendes Hintergrund-Wissen, attraktive Looks mit Fliesen und Platten und hält Sie auf den sozialen Netzwerken über jonastone-News auf dem Laufenden.

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