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Natursteinfuge

Praxiswissen zur Gestaltung mit Fuge innen und außen

Travertinfliesen Classic Light mit Muschel-Deko

Fugen rahmen jede Natursteinfliese oder Terrassenplatte ein und bestimmen so das Gesamtbild der verlegten Fläche entscheidend mit. Aber die Gestaltungsmöglichkeiten erstrecken sich hier nicht nur auf die Fugenfarbe. Auch das Zusammenspiel aus Kantenbearbeitung und der Breite der Fuge kann bei Natursteinböden Blicke auf sich ziehen, harmonisch-dezent oder auffallend als Kontrast wirken. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Möglichkeiten der Gestaltung es bei der Natursteinfuge im Innenbereich und bei Terrassenplatten im Außenbereich gibt und beantworten die wichtigsten Praxisfragen.

Fugen im Haus sind Pflicht

Damit der Boden lange schön, pflegeleicht und nach der Verlegung stabil bleibt, ist eine Natursteinfuge im Innenbereich Pflicht. Staub, Krümel und Reinigungsmittel können sich ohne Fugen zwischen den Fliesen festsetzen und so zu unschönen schmutzigen Stellen werden. Durch eine Natursteinfuge und eine Verlegung im Mittelbett können auch natürliche Toleranzen und Höhenunterschiede wie z.B. bei Schieferfliesen Black Rustic oder Peacock harmonisch ausgeglichen werden, indem die Fuge etwas größer gewählt wird.  

Fugen verspachtelnFugenmörtel wird mit einem Spachtel in die Fugen eingebracht

Fliesen verfugen: Praktische Tipps für den Innenbereich

Damit in der Praxis bei der Naturstein Fuge alles klappt haben wir hier ein paar praktische Tipps für Sie, wie Sie die Fugenmasse richtig einbringen. 

  1. Bringen Sie das Fugenmaterial diagonal zum Fugenraster ein. 
  2. Die Verarbeitungszeit des Fugenmörtels sollte 30-40 Minuten nicht überschreiten, da der Abbindeprozess bereits einsetzt. Arbeiten Sie zügig und geben Sie, wenn nötig, Wasser nach. 
  3. Waschen Sie die Fugenmasse zeitnah ab. Ist diese matt und hell, ist sie ausreichend angezogen.
  4. Waschen Sie die den überschüssigen Fugenmörtel in zwei Schritt von Fliesen und Natursteinfuge ab: Zunächst mit kreisenden Bewegungen, in einem zweiten Reinigungsschritt reinigen Sie die verlegte Fläche (mit frischem Wasser) vollständig von den Verlegeresten. 
  5. Dehnungsfugen nicht vergessen! Um Spannungsrisse zu vermeiden ist es wichtig, in Räumen mit Natursteinsilikon so eine Bewegungsfuge (auch Dehnungsfuge genannt) einzuplanen. Mehr Infos zur Verfugung von Natursteinfliesen hier.
Marmorplatten Afyon GreyWie hier fugenlos - oder anders? Diese Möglichkeit gibt es für draußen!

Welche Arten von Fugen gibt es für outdoor?

Es ist empfehlenswert  Terrassenplatten wasserdurchlässig zu verfugen. Regenwasser, Schnee und Co. können so einfach durch die Fugen abfließen, es entsteht keine Staunässe oder andere mögliche Schäden. 

Generell hängt die Art der Verfugung eng mit der Verlegung außen zusammen. 

Faustregel: Bei einer festen Verlegung ist eine feste Verfugung die Wahl, bei einer losen Verlegung eine lose Verfugung. Ein fest verlegter Terrassenboden ist mit einer festen Natursteinfuge am stabilsten, für eine ungebundene Verlegung eignet sich die lose Verfugung, die es einfach macht Platten zu tauschen. Für eine wasserdurchlässige Natursteinfuge haben Sie diese drei Möglichkeiten für den Außenbereich: 

Ein Stilleben mit Naturstein!Bei loser Verfugung bleibt Unkraut meist nicht aus

1. Natursteinfuge mit Sand lose gestalten

Eine günstige Art der Verfugung bei der Sand oder Quarzsand feucht in die Fugen eingekehrt wird. Besonders beliebt ist diese Variante der Fugengestaltung bei Platten aus Sandstein, Travertinplatten und bei anderen Natursteinplatten mit gesägten Kanten, wie z.B. Travertinplatten Natura. 

Vorteile: Eine Natursteinfuge mit Fugensand ist leicht selbst zu machen und Natursteinplatten können bei Bedarf einfach getauscht werden. 

Minuspunkte: Unkraut, Ameisen und ausgewaschene Fugen können leider nicht ganz vermieden werden. 

Zeitschrift und Schuhe auf Travertinterrasse RusticGeschmackssache: eine feste Epoxyharz-Fuge in Grau

2. Mit einer Pflasterfuge fest verfugen

Hier wird festes Fugenmaterial wie z.B. Pflasterfugenmörtel oder eine Fugenmasse aus Epoxyharz verwendet. Beide Materialien sind fest aber wasserdurchlässig. 

Vorteile: Dauerhafte leichte Reinigung des Bodenbelags, keine Ameisen oder Unkraut zwischen den Platten. 

Minuspunkte: Zeitaufwendiger und etwas kostenintensiver als die übrigen Arten der Verfugung. 

Wir empfehlen die Pflasterfuge von Sopro für diese Verlegevariante zu verwenden. Diese ist nicht nur frost- und tausalzbeständig, sondern auch lösemittelfrei und lässt sich leicht verarbeiten. Aber auch Firmen wie Sakret oder Ardex bieten auf Natursteinböden abgestimmtes Fugenmaterial für eine Natursteinfuge. 

Verlegung von Terrassenplatten Travertin GoldFugenlose, harmonische Oberfläche: eine häufig gewählte Fugenvariante, gerade bei Platten mit getrommelten Kanten

3. Verlegen ohne Fuge

Minimalisten und Liebhaber des reduzierten Stils aufgepasst: Eine Verlegung von Naturstein geht auch ohne Fuge. Besonders bei Travertinplatten im Römischen Verband sind die unterschiedlichen Formate häufig so angepasst, dass sie wenn sie „auf Stoß“, „press“ oder „knirsch“ verlegt werden ohne Fuge ineinander passen.

Vorteile: Schmales Fugenbild und harmonische Oberflächengestaltung möglich. Zusätzliche Kosten für Fugenmasse etc. entfallen. 

Minuspunkte: Diese Verlegeart ist häufig in der Praxis anzutreffen, da sie einfach und unkompliziert auszuführen ist. Durch Ausdehnungen des Materials bei auf Stoß verlegten Terrassenplatten kann es bei  Naturstein vereinzelt zu Kantenabplatzungen kommen. Verfügen die Platten über eine getrommelte Oberfläche- und Kantenbearbeitung wie z.B. bei Travertin geht dies jedoch harmonisch in der rustikalen Gesamtwirkung des Steinbodens auf. 

Innen & außen: Welche Natursteinfuge für welchen Stein?

Wir geben ganz praktische Hinweise zu Natursteinfliesen und Terrassenplatten!

1. Gesägte Kanten und schmale Natursteinfuge

Im Innenbereich: Ein schmales Fugenbild wirkt nicht nur sehr modern, sondern legt das Augenmerk auch auf den Naturstein selbst. Gerade in Kombination mit großen Fliesenformaten fällt das Verhältnis von schmalen Fugen und Naturstein oder Fliesen aus Feinsteinzeug ganz klar zugunsten der Fliesen aus. So treten Schieferungen, Marmorierungen oder Zeichnungen im Stein in den Vordergrund. Auch die Gesamtfläche wirkt an sich geschlossener und stimmiger und entspricht so dem Trend puristischer und moderner Inneneinrichtung.  

Im Außenbereich: Mit seinen gesägten Kanten empfehlen wir Travertinplatten Natura und Travertinplatten Medium Line mit einer Fuge von 5 mm mit Sand oder Quarzsand lose zu verlegen. In der Praxis werden Natursteinplatten mit gesägten Kanten häufig auf Stoß verlegt. Ähnliches gilt für Schieferplatten

Bitte beachten: Da es an den Kanten zu kleinen Abplatzungen kommen kann, empfehlen wir diese Variante bei gesägten Kanten eher nicht.
Bei Sandsteinplatten sollte die Fugen mit Sand oder fest gestaltet werden bei anderen Natursteinplatten mit gesägter Kante und breiteren Fugen kann die Natursteinfuge lose, fest oder mit Sand gemacht werden. 

Travertin-Fliesen Medium Line, seitliche AufnahmeSchmale Fuge - moderne Gesamtwirkung!

2. Getrommelte und handbekantete Natursteine und mittelbreite Fugen

Im Innenbereich
: Bei Natursteinfliesen mit getrommelten Kanten fallen die Fugen naturgemäß stärker ins Auge. Durch die getrommelte und gewollte Abrundung der Oberkante jeder einzelnen Fliese entsteht ein größerer Abstand zur benachbarten Fliese. Dieser größere Abstand sorgt für ein breiteres und charakterstärkeres Fugenbild. Doch die breitere Fuge unterstreicht zugleich die gewünschte antike Wirkung der Natursteinfliesen, denn das Fugenmittel füllt auch die abgerundeten Ecken oder auch teilweise abgeplatzten Kanten von getrommelten Natursteinen aus. Das führt dazu, dass die Effekte, die vom Trommeln herrühren, stärker in den Vordergrund rücken. Wählt man gleichzeitig eine dunklere Fugenfarbe wie beispielsweise Jurabeige bei getrommelten Travertin Light-Fliesen, so bekommen die Fliesen eine noch antikere Wirkung.
Im Außenbereich: Bei den von uns angebotenen getrommelten Travertinplatten wie beispielsweise dem Travertin Medium oder Travertin Medium SELECT empfehlen wir grundsätzlich eine lose Verlegung auf Edelsplitt. Die Terrassenplatten werden dabei Stoß an Stoß, also ohne Fuge,  verlegt. Diese Art der Verlegung bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen eine Zeit- und Geldersparnis: Die Kosten für das Verlegmaterial sinken und die zusätzliche Arbeit, die die Verfugung in Anspruch nimmt, entfällt. Auch rein optisch hat diese Art der Verlegung viel zu bieten: Es entsteht eine geschlossene, weiche Optik.  Die Terrasse wirkt letztendlich naturbelassener und einheitlicher.  

Zudem ist die Langlebigkeit der robusten Naturstein-Platten weitaus höher, als die des Fugenmittels. Es ist möglich, dass starre Fugen hier und dort im Laufe der Jahre repariert werden müssen. Diesen Aufwand kann man sich bei getrommelten Terrassenplatten und einer Verlegung ohne Fuge sparen.

Übrigens: Bei Travertinplatten im Römischen Verband bietet es sich an ohne Natursteinfuge zu verlegen, da die Abmessungen der einzelnen Platten wie ein Puzzle ineinander passen. Wer möchte, kann natürlich auch eine Fuge machen. 

Auch bei handbekanteten Natursteinen finden sich aufgrund der gewollt unregelmäßigen Kantenbearbeitung breitere und schmalere Kantenabstände. Dadurch sind die Fugen im Schnitt breiter, was wiederum das naturnahe Ambiente des Natursteinbodens zusätzlich unterstützt.

Travertin-Light Fliesen mit Fliesenstapel als DekoDas helle Fugenmaterial korrespondiert harmonisch mit dem Ton des Travertin Light

FAQ Natursteinfuge

Ein paar wichtige Fragen rund um das Thema Natursteinfuge haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Fugenbreite: Wie schmal oder breit kann die Natursteinfuge sein? 

Vielfach ist die Fugenbreite einer Natursteinfuge Geschmackssache, manchmal auch abhängig von der Steinsorte. Bei lebhaften Schiefern oder Sandstein, die naturbedingt über eine ausgeprägtere Struktur verfügen, fallen die Fugen automatisch größer aus.

Im Innenbereich

Bei maßhaltigen Fliesen wie z.B. Schiefer Mustang oder Travertin Light kann ein sehr schmales Fugenbild mit einer Fugenbreite von ca. 2,3 mm gestaltet werden. Dies ist bei Großformaten und einer modernen Einrichtung sehr beliebt, um die moderne, homogene Wirkung der Fliesenfläche noch zusätzlich zu betonen. Durch Fugenkreuze in unterschiedlichen Größen können Sie bei der Gestaltung der Fugenbreite nach persönlichem Geschmack eine größere oder kleinere Fuge wählen.

Beim Römischen Verband im Innenbereich sind die Fugen in einen Verband nicht miteinberechnet und variieren daher. Praktisch sieht das so aus: Das kleinste Fliesenformat, 20x20 cm, fällt „zu groß“ aus – die Abstände zwischen den Fugen passen scheinbar nicht mehr, sind unterschiedlich groß. Damit am Ende trotzdem alles harmonisch aussieht und der Verband zusammen passt, werden die Fugen größer gezogen. Statt einer Natursteinfuge von 3 mm gibt es z.B. auch eine eine 6 mm-Fuge. 

Keine Panik wegen der Optik! Diese minimalen Unterschiede fallen auf einer verlegten Fläche nicht weiter auf und unterstreichen eher noch den Charme dieses Verlegemusters.

Im Außenbereich

Gesägte Kanten ermöglichen auch außen eine schmalere Natursteinfuge, falls es gewünscht ist. Handbekantete oder naturgespaltene Natursteinplatten wie Sandstein oder Schieferplatten wie der Black Rustic sind entsprechend ihrer Steinstruktur mit einer größeren Fuge (je nach natürlicher Steinstruktur mit einer +/- 5 mm Fuge) verlegbar. 

Die Travertinplatten im Verlegemuster Römischer Verband passen bei einer Verlegung ohne Fuge ineinander, bei Sandsteinplatten im Römischen Verband ist durch eine Formatanpassung eine kleine Fuge eingeplant. So bemessen sich die Formate im Big Set, dem großen Römischen Verband beim Yellow Mint z.B. auf 29x29 cm statt 30x30 cm und auf 29x60 cm statt 30x60 cm. 

Ganz schön vielfältig: diese Grautöne können Sie für Ihre Fuge bei uns wählen

Welches Fugenmaterial ist als Natursteinfuge geeignet? 

Bei der Wahl des Materials für die Natursteinfuge ist zentral, dass dieses für Naturstein geeignet ist, da es sonst zu unnötigen Verfärbungen kommen kann. PCI, Sopro und andere Firmen bieten hier auf Naturstein abgestimmten Klebemörtel, Trass etc. an.

Diese Fugenfarben gibt es bei jonastone
 

Es muss nicht immer schlichtes Weiß oder Zementgrau sein!
Die Fugenfarbe ist bei der Natursteinfuge ein zentrales Gestaltungselement. Verlegemuster und Struktur des jeweiligen Natursteins können unterstrichen oder ein bewusster Kontrast gesetzt werden.

Sie haben die Wahl: Soll es eine klassische Kreuzfuge sein, eine dynamischere Fugenanordnung, wie z.B. ein Halb- oder Drittelverband? Finden das Verlegemuster, dass Ihren Gestaltungsideen und Fugenbild am besten entspricht in unserem Artikel Verlegemuster.

Bei jonastone haben Sie von hellem Elfenbein, über nussiges Braun und Silbergrau bis zu fast schwarzem Anthrazit  die Auswahl zwischen diesen Fugenfarben

Sie haben die Wahl - diese Fugenfarben in Beigetönen gibt es bei jonastone!

Am Ende entscheidet aber vor allem Ihr persönlicher Geschmack über Farbe und Beschaffenheit der Natursteinfuge. 

Sie haben Frage zu Verlegung oder Fugengestaltung unserer Natursteine? Wir sind gerne für Sie da

Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers. 

Geschrieben von:

Myriam Schmöe ist Online-Redakteurin bei jonastone. Sie ist auf Wohnmessen unterwegs und präsentiert regelmäßig die aktuellen Trends aus dem Wohnbereich. In den sozialen Netzwerken bietet sie unseren Kunden eine Plattform für den Austausch mit jonastone und anderen Naturstein-Liebhabern.

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